Europaweit Gedenkveranstaltungen für Straßenverkehrsopfer

Wien (OTS) - Die Initiative "Rotes Dreieck" veranstaltet am 19. November 2000 um 16.00 Uhr eine Gedenkfeier für Straßenverkehrsopfer in der Wiener Votivkirche. Vertreter aller Glaubensrichtungen gedenken erstmals gemeinsam den Opfern des Straßenverkehrs. Um die Kirche stehen hunderte weiße Kreuze des ARBÖ, mit denen jedes Jahr auch zu Allerheiligen der Todesopfer im Straßenverkehr gedacht und zu mehr Vorsicht gemahnt wird. Die Kreuze sind mit der Inschrift "Wir gedenken und mahnen" versehen. Das Ziel aller muss es sein, die Zahl der Verkehrstoten in Österreich deutlich zu senken.

Jährlich sterben etwa 50.000 Menschen in Europa an den Folgen von Verkehrsunfällen, mehr als 150.000 bleiben für den Rest ihres Lebens stark behindert. Allein in Österreich gibt es pro Jahr etwa 1.000 Verkehrstote und rund 4.000 Menschen tragen schwere Verletzungen davon.

Der naive Glaube an die persönliche Unverwundbarkeit führt zu Fehlverhalten im Straßenverkehr. Die Zahl jener Familien, in denen ein Mitglied getötet oder schwer verletzt wurde, steigt ständig. Die Verstorbenen hinterlassen schmerzhafte Lücken und die Überlebenden müssen sich oft in einem vollkommen neuen Leben als Behinderte zurechtfinden. Das Leidensausmaß ist in der Öffentlichkeit viel zuwenig bekannt und kann nur von direkt Betroffenen nachempfunden werden. Der Gedenktag soll an die unschuldigen Opfer gemahnen und die potentiellen Täter vor einem leichtsinnigen Verhalten warnen. Auch sie werden die Last eines derart folgenschweren Unfalles ein Leben lang nicht mehr los.

Zur Verbesserung der Unfallbilanz bedarf es nach Meinung vom "Roten Dreieck", Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) und ARBÖ großer Anstrengungen in der Bewusstseinsbildung, um einen gesellschaftlichen Konsens über das Verhalten im Straßenverkehr zu erreichen. Das Ziel lautet: Kooperation statt Konkurrenz und Verantwortung statt Gleichgültigkeit.

Das "Rote Dreieck" wurde 1993 auf Initiative des KfV gegründet und ist Mitglied der Organisation F.E.V.R. (Fédération Européene des Victimes de la Route). In Europa wird jedes Jahr am 3. Sonntag im November der Straßenverkehrsopfer gedacht.

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