HGPD-Kaske: "Erwarten uns Unterstützung bei Kulturwechsel in der Branche"

Kritik an den Regierungsmaßnahmen zum Saisonverlängerungsmodell

Wien (HGPD/ÖGB). "Wir begrüßen die Aufhebung der Sperre des Arbeitslosengeldes", erklärte Rudolf Kaske, Vorsitzender der Gewerkschaft Hotel, Gastgewerbe, Persönlicher Dienst (HGPD), heute in einem gemeinsamen Pressegespräch mit der Gewerkschaft Kunst, Medien, Sport, freie Berufe (KMSfB): "Wir sind auch nach wie vor bereit das Saisonverlängerungsmodell der Sozialpartner umzusetzen - aber nicht so, wie es die Regierung jetzt vorsieht."++++

Nächste Woche wollen die Sozialpartner die neuen Maßnahmen der Bundesregierung bewerten. Die Regierung plant, die Folgeanwartschaft für Arbeitslosenversicherungsansprüche von 26 auf 28 Wochen zu erhöhen und den Günstigkeitsvergleich bei Fortbezugsansprüchen für das Arbeitslosengeld abzuschaffen. Des weiteren soll eine Verordnungsermächtigung dem Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit erlauben, Sperrfristen für einzelne ArbeitnehmerInnengruppen einzuführen.

"Es geht doch darum einen Kulturwechsel in der Branche zu vollziehen und ein Modell reifen zu lassen", meinte Kaske weiter:
"Dabei erwarten wir uns auch die Unterstützung der Regierung. Wir sind - und das haben wir mit diesem Modell bewiesen - bereit, unseren Beitrag zu leisten, aber die Rahmenbedingungen müssen stimmen." Die Regierung habe aber mit ihren Beschlüssen vom 14. November 2000 weitere Verschlechterungen für die ArbeitnehmerInnen beschlossen. Der HGPD-Vorsitzende abschließend: "Unsere Vereinbarung kam aber unter anderen Voraussetzungen zustande. Ich sehe hier einen Wortbruch der Regierung und fühle mich nur mehr bedingt gebunden. Eine Umsetzung des Sozialpartnermodells wird von der Paktfähigkeit der Regierung abhängen."(kk)

ÖGB, 16.November 2000
Nr. 976

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