Scheele: Atomstrom - nein Danke, Frau Kommissarin!

Grünbuch über Energie darf Kernenergie nicht weiter stärken

Wien (SK) "Bei der Kernenergie gibt es für mich, was die EU betrifft, kein Sicherheitsproblem." Dies ist ein Zitat aus einem Interview mit der EU-Kommissarin für Transport und Energie Loyola de Palacio in der "Süddeutsche Zeitung" vom 9.11. In der "Financial Times Deutschland" vom 13.11. wird über einen Entwurf für das Kommissions-Grünbuch über Energie berichtet. Dieses soll am 22. November vorgestellt werden und nach Palacios Vorstellungen die Position der Kernenergie erheblich stärken. Ein Verzicht auf Kernenergie bedeute demnach eine Gefahr für die Versorgungssicherheit und den Klimaschutz. ****

"Ich wende mich entschieden gegen die vereinfachenden Aussagen der Energiekommissarin, die behauptet, dass Kernenergie eine Zukunftslösung sei. Man kann mit Atomstrom zwar das Kyoto-Ziel erreichen. Aber wenn sie uns weismachen will, dass wir auf diese Weise unsere Klimaprobleme lösen können, dann irrt sie. Mit der Kernenergie ersetzt man nur ein Problem - das des CO2-Ausstoßes -durch ein anderes, nämlich das Sicherheitsrisiko von AKW und die Entsorgung des Atommülls", erklärte dazu die SPÖ-Umweltsprecherin im Europäischen Parlament Karin Scheele heute gegenüber dem SP-Pressedienst.

Scheele weiter: "Deshalb hat sich das Europaparlament in seinen Resolutionen stets gegen eine "atomare Lösung" des Klimaproblems und für eine verstärkte Förderung der erneuerbaren Energien ausgesprochen. Wenn man den erneuerbaren Energien eine Chance gibt, so werden sie sich auch auf dem Markt behaupten können und voll wettbewerbsfähig sein." (Schluss) se/mp

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