Häupl kritisiert Verkauf von Seen

Wien, (OTS) Kritisch setzte sich Bürgermeister Dr. Michael Häupl am Dienstag in seinem Pressegespräch mit Plänen des Finanzministers auseinander, denen zufolge per Bundesgesetz die Bundesforste verpflichtet werden sollen, 11 Seen von der Republik Österreich um drei Milliarden Schilling zu kaufen. Dabei handle es sich um den Attersee, Wörthersee, Ossiacher See, Millstätter See, Weißensee, Brennsee, Afritzersee, Längsee, Presseggersee, Baßgeigersee und Falkertsee.

Wie Häupl betonte, sei dies eine Frage, die auch die Wiener Bevölkerung betreffe - habe diese doch großes Interesse, in einer vernünftigen ökologischen Umgebung zu leben. Besondere Bedeutung habe die Frage des Wiener Trinkwassers, denn ohne einen gesunden Wald gebe es kein "gesundes Trinkwasser", auf das wir zu Recht
stolz sein können. Er sei gegen alle Veränderungen, die dazu führen könnten, dass die Trinkwasserqualität nicht mehr so wie bisher gewährleistet ist.****

Zuvor hatten Vertreter vom Umweltdachverband,
Österreichischen Alpenverein und den Naturfreunden Österreichs ausführlich dargelegt, dass in einem Abänderungsantrag zur Novelle des Bundesforste-Gesetzes eine "Veräußerungsermächtigung" für den Finanzminister vorgesehen sei. Dagegen legten die Umweltvertreter eine Reihe von Argumenten vor. Für den Fall, dass ihren sowie den Forderungen eines großen Teiles der Bevölkerung nicht entsprochen werde, fordern die Naturfreunde Österreichs eine Volksabstimmung. Für den Fall einer Ablehnung im Nationalrat wäre die Durchführung eines Volksbegehrens sinnvoll.

Bürgermeister Häupl hatte die Vertreter der Umweltorganisationen als "Ausdruck der Verbundenheit mit den Naturschützern" zum Pressegespräch eingeladen. (Schluss) ull/vo

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