WKÖ-Vizepräsident Haiden zeichnet fünf Unternehmen mit dem Equality Zertifikat aus

Erstes Forum über Chancengleichheit im Betrieb

Wien (PWK977) - Beim ersten Forum über Chancengleichheit im
Betrieb hat Rene Alfons Haiden, Vizepräsident der Wirtschaftskammer Österreich, heute fünf Unternehmen mit dem Equality Zertifikat ausgezeichnet. Die sehr unterschiedlichen Unternehmenstypen von pro mente OÖ (NPO), Creditanstalt, Buwog (Wohnungsbau und -verwaltung), Magistrat Salzburg, und Krankenanstaltenverbund - Pflegeheim Liesing geben ein innovatives Beispiel, wie Chancengleichheit von Frauen und Männern im Betrieb erreicht und gleichzeitig die Ressourcen optimal genützt werden können.

Haiden wies darauf hin, dass der Anteil der Frauen in der Wirtschaft bereits bei 40 % liegt. Daher sei es für die Wirtschaftskammer als gesetzliche Interessenvertretung für alle Unternehmen selbstverständlich, die Initiative für mehr Chancengleichheit zu unterstützen. In der WKÖ selbst werden die Anliegen der Frauen in einem eigenen Referat "Frau in der Wirtschaft" von Sonja Zwazl, Präsidentin der Wirtschaftskammer Niederösterreich, betreut. Noch vor dreißig Jahren hätten über 63 % der Frauen lediglich einen Pflichtschulabschluss gehabt, heute schließen bereits 73 % eine höhere Ausbildung ab. Dies sei auch ein Grund dafür, dass Frauen immer öfter im mittleren und höheren Management zu finden sind. In der Wirtschaftskammer selbst schaffen bereits 1.600 Funktionärinnen den Spagat zwischen Familie, Firma und Funktion.

Bisher werden die Chancen der Gleichbehandlung von Mann und Frau in österreichischen Betrieben noch zu wenig erkannt. In amerikanischen Unternehmen hingegen wird kein Unterschied gemacht, ob ein Beitrag von einem Mann oder einer Frau eingebracht wird. Europa leistet sich hier einen enormen Luxus, die Ressourcen nicht hinreichend zu nutzen. Das Risiko, einen gut ausgebildeten Mann an ein anderes Unternehmen zu verlieren ist ungleich höher, als die längere Karenzzeit einer hochqualifizierten Frau. Unternehmen können sich in Zeiten eines wachsenden Fachkräftemangels eine Ungleichbehandlung von Frauen und Männern nicht mehr leisten.

Die Beratergruppe Total Equality hat daher im Rahmen eines Audit Equality Management fünf österreichische Unternehmen beraten. Ziel war es, konkrete Schritte zu erarbeiten, um die weiblichen Qualitäten für die Unternehmen besser nutzbar zu machen und damit auch die individuelle Motivation und Arbeitszufriedenheit der MitarbeiterInnen zu erhöhen.

Vielfältige Maßnahmen und Instrumente eines modernen Personalmanagements wurden dabei entwickelt und umgesetzt: Einführung von Mentoring, Aufbau eines ProjektleiterInnen-Pools, Führungssplitting, Teleworking, interne Arbeitszeitberatung, Förderassessment für Nachwuchsführungskräfte, Weiterbildung und Mitarbeit während der Elternkarenz, Geschlechter-Dialog für Führungskräfte, u.v.m.

Equality Management ist eine Personal- und Unternehmensentwicklungs-Strategie. Das Ziel: Begabungen, Fähigkeiten und Qualitäten von Männern und Frauen zu erkennen, zu fördern und einzusetzen. Die gleichberechtigte Teilhabe an Verantwortung, Information, Bildung und Honorierung führt zur optimalen Nutzung der vorhandenen Personalressourcen und erhöht die gesamte Wertschöpfung.

Um Equality Management in die Personal- und Unternehmenspolitik zu integrieren hat Total Equality ein eigenes Beratungsverfahren entwickelt. Mit professioneller Beratung werden aufgrund einer ausführlichen Diagnose Schwerpunkte für zukunftsorientierte Maßnahmen und Strategien entwickelt. Mögliche Handlungsfelder: Recruiting, Personalentwicklung, Vereinbarkeit von Privatleben und Beruf, Förderung des partnerschaftlichen Verhaltens, Institutionalisierung und Unternehmenskultur. Abschluss des Audits bildet die Einreichung der Ergebnisse bei der Jury von Total Equality. Diese zeichnet innovative Unternehmen mit dem Equality Zertifikat aus. Die dadurch gesteigerte Attraktivität hat positive Effekte für die Gewinnung und Sicherung von qualifizierten MitarbeiterInnen. (MH)

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