Büchereien Wien - virtuell und zugleich 50-mal in der Stadt

Ein neues Bibliothekszeitalter hat begonnen

Wien, (OTS) Mit der Einführung einer neuen
Bibliothekssoftware und damit der kompletten Vernetzung des Zweigstellensystems haben die Büchereien Wien ihr bisher größtes technisches Vorhaben abgeschlossen. Der Finanzmitteleinsatz dafür beträgt rund 12 Millionen Schilling. Mit Vorbereitung und Planung dauerte der Prozess insgesamt zwei Jahre, die Umstellung selbst
nahm 12 Monate in Anspruch. Mit dieser EDV-Umstellung starten die Büchereien Wien in eine neue Phase ihrer Existenz: Das Zeitalter der Parallelführung von virtueller und physisch realer Bibliothek ist eröffnet, gab Vizebürgermeisterin Grete Laska am Dienstag im Pressegespräch des Bürgermeisters bekannt.****

Vorteile und Folgen für die LeserInnen

o Katalog via Internet - nur ein Leseausweis für fünfzig

Zweigstellen

Den alten Zettelkatalog gibt es nicht mehr. Alle Daten über vorhandene Bücher und Medien (CDs, CDRoms, DVDs, Videos, Schallplatten) sind nur mehr elektronisch vorhanden. Das bietet
den Komfort, dass die LeserInnen in allen 50 Zweigstellen Einsicht in das Gesamtsystem nehmen können: Was ist vorhanden? Was ist gerade entlehnt? Welche Bücher und Medien kommen demnächst?
Die LeserInnen bekommen eine Komplettinformation über alle Bestände. Und sie haben natürlich mit ihrer Leserkarte jederzeit die Möglichkeit, in allen Zweigstellen zu entlehnen. Im Wissen, dieses oder jenes Medium dort zu finden, nehmen LeserInnen auch größere Wege in Kauf. So bekommen sie das gesuchte Buch sofort.

Durch Ringverleih Zugriff auf Gesamtsystem

Es geht aber auch anders: Die Medien kommen in die jeweilige Stammbücherei. Durch den Ringleihverkehr haben alle LeserInnen Zugriff auf das Gesamtsystem. Sie können in jeder Zweigstelle Bücher und Medien aus den insgesamt 1,5 Millionen großen Gesamtbestand ordern. Innerhalb von einer Woche sind die gewünschten Bücher und Medien anschließend beim LeserInnen. Jede Woche gehen innerhalb der Zweigstelle tausende Bücher und Medien auf Reise, um es den LeserInnen bequem zu machen.

Internet-Recherche in der Bibliothek

In jeder Zweigstelle gibt es zumindest einen Internet-Anschluss, oft mehrere. In den nächsten Jahren wird hier die Stückzahl der Anschlüsse systematisch erhöht. Größere Zweigstellen werden ans Wiener Bildungsnetz angeschlossen. Neben den
vorhandenen Büchern, Zeitschriften und Medien existiert auch das Internet als Informationsquelle. Kinder, Jugendliche und
Erwachsene können sich natürlich selbst Informationen suchen und Materialien aus dem Internet ausdrucken. Wenn sie sich nicht auskennen und mit ihren Recherche-Versuchen am Ende sind, helfen BibliothekarInnen gerne weiter. Öffentliche Bibliotheken sind mittlerweile in Europa und in der ganzen Welt untereinander
vernetzt und haben tolle Linksammlungen aufgebaut. Die Büchereien Wien klinken sich mit dem neuen EDV-System in das neue Service der Bibliotheken ein, das Internet aufzubereiten und ergiebige Quellen von weniger ergiebigen zu unterscheiden. Die Büchereien Wien sind hier künftig mit dabei. Die Internet-Nutzung bei den Büchereien Wien ist derzeit gratis.

Vorbestellung und Verlängerung von zu Hause

Per Internet lässt sich natürlich von überall in den Katalog einsteigen. Interessierte können nicht nur überprüfen, welche Bücher und Medien vorhanden sind, sie können, sofern sie eingeschriebene LeserInnen sind, auch Vorbestellungen tätigen, Verlängerungen durchführen und ihr Leserkonto abfragen. Der Büchereibesuch wird fürs erste einmal zu Hause erledigt und ergänzt den realen Besuch der Zweigstelle.

Telefonisches Verlängerungsmodul

Es gibt jetzt auch ein telefonisches Verlängerungsgmodul. Keine lästigen Öffnungszeiten, kein langes Warten in der Telefonschleife mehr. Per Telefon können sie täglich 24 Stunden lang die zu Hause befindlicher Bücher und Medien verlängern. Allerdings nur soweit sie nicht vorbestellt sind. Das erhöht im Umgang mit der Bibliothek die Bequemlichkeit und erspart lästige Mahngebühren.

Schon bald Selbstverbuchungsautomaten

Durch das neue Bibliotheksmodul ist die Tür zu weiteren Möglichkeiten im Benutzerservice der Öffentlichen Büchereien aufgetan: Es existieren bereits erste Bibliotheken mit Selbstverbuchungsautomaten und mit 24-Stunden-Rückgabe-Möglichkeiten. Aufgrund der unterschiedlichen Regelung der öffentlichen Bibliotheken ist das in Wien derzeit noch nicht umsetzbar. Es wird jedoch bereits, gemeinsam mit der Stadtbücherei Stuttgart, intensiv an diesen Zukunftsaufgaben gearbeitet. Ziel
ist es, in der neuen Hauptbibliothek am Gürtel Selbstverbuchungsautomaten einzusetzen. (Schluss) bz

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