Brosz an Gehrer: Bitte keinen weiteren Bildungsschwerpunkt mehr

Dieses Budget widerspricht dem ausgerufenen Bildungsschwerpunkt

Wien (OTS) Mit völligem Unverständnis nimmt der Bildungssprecher der Grünen, Dieter Brosz, die Aussagen von Bildungsministerin Gehrer zur Kenntnis, wonach durch das Budget ein Bildungsschwerpunkt gesetzt wurde. "Selbst die Regierung stellt ausser Streit, dass im Lehrerbereich in dieser Legislaturperiode etwa 5.000 Dienstposten eingespart werden sollen. Andere Berechnungen lassen noch höhere Zahlen erwarten. Wenn das ein Bildungsschwerpunkt sein soll, kann nur gehofft werden, dass die Regierung keinen weiteren Schwerpunkt mehr ausruft. Dann würden vermutlich noch mehr Dienstposten abgebaut," befürchtet Brosz.

"Der Verweis auf die Erhöhung des Bildungsbudgets um 1,7 % als Zeichen für die Wichtigkeit der Bildung ist mehr als vermessen. Ministerin Gehrer sprach in der Vergangenheit immer davon, dass alleine durch den Struktureffekt eine jährliche Erhöhung von 3 % erfolgen müßte. Dazu kommen noch die Kosten für die Gehaltserhöhungen. SchülerInnen, die daraus nicht ein Defizit errechnen, hätten vermutlich gröbere Probleme im Mathematikunterricht," so Brosz weiter.

"Die Maßnahmen werden auf jeden Fall dazu führen, dass junge LehrerInnen in den nächsten Jahren keine Chancen auf einen Arbeitsplatz haben werden, und es dadurch zu einer dramatischen Verschiebung der Altersstruktur bei den LehrerInnen kommen wird. Die Klassenschülerzahlen werden wesentlich steigen und Förderunterricht sowie Integrationsmaßnahmen massiv beschnitten. Zusatzangebote wie Freigegenstände werden bald nur mehr als Erinnerung an bessere Zeiten bestehen," fasst Brosz die Maßnahmen zusammen.

"Unter den LehrerInnen herrscht eine tiefe Frustration über die Mißachtung ihrer Leistungen. Klassenvorstandstätigkeiten sollen keine pädagogischen Arbeiten mehr sein. LehrerInnen sollen bei höheren Schülerzahlen länger in den Klassen unterrichten, obwohl die wie ein Geheimnis gehütete LehrerInnenarbeitszeitstudie offenbar nachweist, dass die 40-Stunden-Woche auch jetzt schon erreicht wird. Die Regierung hat die Vertrauensbasis jedenfalls nachhaltig zerstört," schließt der Bildungssprecher der Grünen.

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