KITZSTEINHORN: SCHUTZ HAUS FORDERT BRANDSCHUTZANLAGEN FÜR TUNNELRÖHREN

Wien (OTS) - Tunnels sind immer ein Sicherheitsrisiko, Brandschutzanlagen minimieren die Gefahr

Die Brandkatastrophe im Tunnel der Standseilbahn zum Salzburger Kitzsteinhorn fügt sich in eine Reihe von Tunnel-Katastrophen, die in den vergangenen Jahren zahlreiche Menschenleben forderten. Die Österreichischen Brandverhütungsstellen und das Institut für Technische Sicherheit SCHUTZ HAUS, im Rahmen des Kuratorium für Schutz und Sicherheit, hatten schon 1999 nach den Unfällen im Mont Blanc- und im Tauerntunnel den Einbau entsprechender Brandschutzeinrichtungen gefordert. "Brandmelde- und angesteuerte Sprühflutanlagen können im Ernstfall dazu beitragen, Menschenleben zu retten", so Ing. Günther Brückler, Leiter des Institutes für technische Sicherheit SCHUTZ HAUS. Derzeit werden Österreichs Seilbahnanlagen vom Verkehrsministerium in Zusammenarbeit mit Brandschutzexperten unter der Leitung der Brandverhütungsstelle Salzburg überprüft.

Risikominimierung durch technische Sicherheit

Bei vielen Brandursachen kann Feuer mit Wasserlöschanlagen am wirkungsvollsten bekämpft werden. Die Ausbreitung des Feuers sowie der hohen Temperaturen kann drastisch reduziert werden, so daß gefährdete Personen Zeit gewinnen, um sich in Sicherheit zu bringen. Gleichzeitig hat die Feuerwehr bessere Chancen, schnell bis zum Brandherd vorzurücken. Zusätzlich sollten die Führerstände der Bahnen mit Objektlöschanlagen mit gasförmigen Löschmitteln ausgerüstet werden. Die Einbauzeit solcher Brandschutzanlagen - für die im Einzelfall natürlich maßgeschneiderte Konzepte notwendig sind -beträgt in der Regel nur wenige Wochen. Wie die Erfahrungen mit den Tunnelkatastrophen der Vergangenheit gezeigt haben, wird künftig bei den Sicherheitskonzepten für Tunnelanlagen größerer Wert auf ausreichend breite Fluchtwege gelegt werden müssen. Aufgrund der starken Rauchentwicklung im Falle eines Brandes sollte zudem eine starke Notbeleuchtung vorhanden sein.

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