NEUER ENTWICKLUNGSHILFE-BEIRAT Kompetenzzentrum österreichischer und internationaler Experten

Wien, 14.November 2000 (OTS). Der neue Beirat für Entwicklungspolitik trifft heute in Wien zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen. Das Gremium, in dem erstmals auch internationale Experten vertreten sind, soll Außenministerin Ferrero-Waldner in allen Bereichen der Entwicklungspolitik fundierte Beratung bieten.

Neubesetztes Gremium zur Politikberatung
International anerkannte ExpertInnen aus Nichtregierungsorganisationen, Verwaltung und Forschung, die sich in verschiedenen Bereichen der Entwicklungspolitik spezialisiert haben, bilden den neuen entwicklungspolitischen Beirat. Neben dem ehemaligen ÖVP Nationalratsabgeordneten und nunmehrigen Vorsitzenden der NGO-Plattform "Arbeitsgemeinschaft Entwicklungszusammenarbeit", Heribert Steinbauer sind dies der Präsident des Österreichischen Entwicklungsdienstes
Dipl. Ing. Hermann Schaller sowie der Entwicklungspublizist Prof. Martin Jäggle von der Religionspädagogischen Akademie Wien, die auf Frauenfragen spezialisierte deutsche Projekt-Konsulentin Dr. Brigitte Farnhorst, Mag. Walter Rill, Spezialist des Finanzministeriums für Internationale Finanzorganisationen und der Schweizer Dr. Richard Gerster, Konsulent der Swiss Coalition of Development mit Schwerpunkt auf Globalisierungsfragen. Weiters sind drei namhafte Wissenschafter mit entwicklungspolitischem Forschungsschwerpunkt Mitglieder im neuen Beirat: der Politikwissenschafter Univ.Prof. Dr. Franz Nuscheler, Direktor des Instituts für Entwicklung und Frieden an der Universität Duisburg, Univ. Prof. Dr. Franz Wimmer vom Institut für Philosophie der Universität Wien, der sich vor allem auf den Zusammenhang von Kultur und Entwicklung konzentriert, und der Afrika-Experte
Univ. Prof. Dr. Walter Schicho vom Institut für Afrikanistik der Universität Wien.

Die Umbesetzung bedeutet gegenüber dem bisherigen, 24-köpfigen Gremium eine völlige Neuausrichtung: lediglich der AGEZ-Vorsitzende Heribert Steinbauer und Mag. Rill vom Finanzministerium waren bereits im früheren Beirat vertreten. Im neuen Beirat erstmals nicht mehr präsent sind die Parlamentsfraktionen und die Sozialpartner. Diese Veränderungen betrachtet Außenministerin Ferrero-Waldner als logischen Schritt: "Auf politischer Ebene gibt es mit dem entwicklungspolitischen Unterausschuss des Nationalrates ja ohnehin ein funktionierendes Gesprächsforum. Aufgabe des Beirates für Entwicklungspolitik ist es aber in erster Linie, mich und die Bundesregierung mit neutraler Beratung und Expertise bei der Planung der österreichischen Entwicklungspolitik zu unterstützen."

Inhaltliche Internationalisierung
Entsprechend dem Entwicklungshilfe-Gesetz wird es Aufgabe des Beirates sein, die Außenministerin und die Bundesregierung in allen Fragen der Entwicklungszusammenarbeit und internationalen Entwicklungspolitik zu beraten und damit die Planungsgrundlage für die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit zu stärken. Die Notwendigkeit zur Umgestaltung des Beirates ergab sich laut Außenministerin Ferrero-Waldner aus dem Wandel in der internationalen Entwicklungspolitik. "Durch die Globalisierung sind neue Anforderungen an die Entwicklungspolitik entstanden, die stärker als bisher in die Arbeit des Beirates einfließen müssen." Sie habe sich daher zum Ziel gesetzt, durch die Umgestaltung eine Konzentration von Expertise und eine stärkere Anbindung der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit an die internationale entwicklungspolitische Debatte zu erreichen. Mit der Neubesetzung sei es gelungen, den Beirat "nicht nur geografisch sondern auch inhaltlich zu internationalisieren". Vom neuen Beirat erwartet sich die Außenministerin "kritische Analyse und neue inhaltliche Impulse mit starkem Bezug zum internationalen entwicklungspolitischen Diskurs."
Der neue Beirat für Entwicklungspolitik wird sich heute in seiner ersten Sitzung mit dem Dreijahresprogramm der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit für 2001 bis 2003 und mit dem neu erarbeiteten entwicklungspolitischen Grundsatz-Statement befassen.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Österreichische Entwicklungszusammenarbeit im
Außenministerium, Dr. Heinz Gabler, Tel. 01/53115-4462; E-Mail:
heinz.gabler@bmaa.gv.at
Informationsbüro Österreichische Entwicklungszusammenarbeit, Bettina
Gusenbauer, Tel: 01/524 77 90-46; E-Mail: bettina.gusenbauer@ikp.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | IKP/IKP