Große Tulln wird revitalisiert

Plank: Alte Sünden sollen nun korrigiert werden

St.Pölten (NLK) - Nach der Url und der Pulkau soll nun auch die Große Tulln abschnittsweise natürlich zurückgebaut werden. In Zusammenarbeit mit Schülern des Bundesrealgymnasiums Tulln und der Abteilung für Wasserwirtschaft des Landes Niederösterreich wurde in den vergangenen Monaten ein Maßnahmenkatalog erstellt, der kürzlich in Tulln der Öffentlichkeit vorgestellt und diskutiert wurde. Landesrat Dipl.Ing. Josef Plank bezeichnete dabei den Rückbau der Großen Tulln als wichtige Maßnahme im Rahmen der Landentwicklung, die die Funktionsfähigkeit von Wasserläufen durch natürliche Fauna und Flora sicherstellt. Die Initiative für dieses Projekt ging von Landtagsabgeordnetem Rudolf Friewald aus.

Entlang der Großen Tulln sollen im Gemeindegebiet von Langenrohr in den nächsten zwei Jahren Aufstiegshindernisse für Fische beseitigt, Gewässerbett, Uferstruktur und Strömungsverhältnisse, die Anbindung des Baches an das Umland, der Zugang zum Bach und die Wasserqualität verbessert sowie ein Radweg errichtet werden. "Es sollen somit Sünden der Vergangenheit, die bei den Bach- und Flussregulierungen vor Jahrzehnten passierten, korrigiert werden. Unsere Gewässer brauchen wieder ihr natürliches Umfeld. Mein Dank gilt besonders den Tullner Schülerinnen und Schülern, die sich mit viel Enthusiasmus für diese Sache eingesetzt haben", betonte Plank.

Bereits fertiggestellt wurden heuer die Revitalisierungsmaßnahmen an der Url und an der Pulkau. Entlang der Pulkau wurden in Seefeld-Kadolz 11 Kilometer "saniert", entlang der Url 4 Kilometer. Das Land Niederösterreich hat sich zum Ziel gesetzt, dort, wo es notwendig ist, die Gewässer wieder in einen naturnahen Zustand zurück zu führen. Dazu wird derzeit entlang von 2.000 Kilometer Flussläufen der Ist-Zustand erhoben, auch gewässerökologische Defizite werden aufgezeigt.

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