Türkei: Österreich führt fast ein Drittel aller Wasserkraftwerksprojekte durch

WKÖ-Präsident Leitl erörtert mit türkischem Staatsminister Tunca Toskay weitere Kooperationen im Außenhandel

Wien (PWK975) - 29 Prozent aller Wasserkraftwerksprojekte in der Türkei werden von österreichischen Unternehmen durchgeführt. Damit liegt Österreich vor den USA (21 %), der Schweiz (16 %) und Frankreich 12 %. Um den Außenhandel zwischen der Türkei und Österreich weiter anzukurbeln und die Kooperationen auf andere Sektoren auszuweiten, traf Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl mit dem türkischen Staatsminister Professor Tunca Toskay und einer hochrangigen Regierungsdelegation in der Wirtschaftskammer Österreich zusammen.

Die Delegation befindet sich anlässlich der Türkisch-Österreichischen Gemischten Wirtschaftskommission in Wien, bei der vor allem Zoll-, Transport- und Steuerrechtsfragen sowie die Fortsetzung der engen Kooperation auf dem Energiesektor behandelt werden. "Der österreichisch-türkische Warenaustausch entwickelte sich in den letzten fünf Jahren gut, das Potential auf beiden Seiten ist allerdings noch lange nicht ausgeschöpft", erklärt Leitl. Österreich exportierte 1999 Waren - vor allem Maschinen, Papier, Textilien, medizinisch-pharmazeutische Produkte und Straßenfahrzeuge - im Wert von 6,3 Mrd Schilling in die Türkei, die Importe betrugen 5,6 Mrd Schilling. "Österreich befindet sich allerdings unter den EU-Ländern nur an achter Steller der Exporteure in die Türkei. Hier sind noch zahlreiche Geschäftschancen zu nützen. Ich denke dabei zB an den Bereich des Gesundheitswesens, wo in der Türkei zur Zeit und auch in Zukunft große Projekte umgesetzt werden und österreichische Unternehmen viel zu bieten haben."

Die Türkei ist für Österreich ein wichtiger Markt, insbesondere für den Kraftwerksbau, und konnte zwischen 1992 und 1997 mit 6 bis 8,5 Prozent das höchste Wirtschaftswachstum innerhalb der OECD aufwarten. Nach einer Phase der wirtschaftlichen Flaute, die sich 1999 auch auf Österreichs Exporte negativ ausgewirkt hat, konsolidiert sich die türkische Wirtschaft wieder und weist heuer ein um rund 5,5 Prozent steigendes BIP-Wachstum sowie eine fallende Inflationsrate auf. Einen wichtigen Beitrag dazu leisten die Finanzierungsprogramme der Weltbank und der Europäischen Investitionsbank. (Ne)

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