Waneck: Heute wird Controllinggremium im Hauptverband der Sozialversicherungsträger installiert

Sozialistisches Finanzdesaster macht Kontrolle notwendig

Wien, 2000-11-14 (BMSG) - "Heute findet, wie dies im Sozialrechtsänderungsgesetz festgelegt wurde, die konstituierende Sitzung des Controllinggremiums im Hauptverband der Sozialversicherungsträger (HV) statt", berichtete FP-Staatssekretär Univ. Prof. Dr. Reinhart Waneck. "Dieses Controllinggremium soll dem HV helfen, die Ressourcen bestmöglich einzusetzen und so die Gelder der Beitragszahler optimal zu nutzen." *****

"Durch das Finanzdesaster, das die sozialistische Finanzpolitik besonders im Bereich der Krankenkassen hinterlassenen hat, sah sich die Bungdesregierung mit Beschluß vom 14. April gezwungen, ein Sanierungspaket zu schnüren", faßte Waneck zusammen. Teil des Paketes und auch des im Sommer beschlossenen Sozialrechtänderungsgesetzes sei es, eine Controllinggruppe einzusetzen.

Der Controllinggruppe gehören ein Vertreter des Finanzministeriums, zwei Vertreter des Sozialministeriums, zwei externe Controllingexperten und vier Mitglieder der Verbandskonferenz, die vom Hauptverband entsendet werden, an. "Dies ist einmalig in der Geschichte der Sozialversicherung", betonte Waneck, der darauf verwies, daß es bis heute möglich war, ein Unternehmnen welches mehr als 400 Milliarden an öffentlichen Geldern zu verwalten hat, im unkontrollierten luftleeren Raum operieren zu lassen. "Dieses trägerübergreifende Controllinggremium wird dem Bundesminister für soziale Sicherheit und Generationen, dem Staatssekretär für Gesundheit und dem Präsidenten der Verbandskonferenz quartalsmäßig einen Bericht vorlegen", so Waneck, der erste Erkenntnisse für Jänner 2001 erwartet.

Zunächst, so Waneck weiter, seien die strategischen Ziele zu konkretisieren und in Form von kurz- und mittelfristigen, operationalen Zielgrößen der einzelnen Bereichen vorzugeben. Durch den systematischen Vergleich der vorgegebenen Sollgrößen mit den realistischen Istgrößen seien Abweichungen festzustellen und gezielte Korrekturmaßnahmen rechtzeitig einzuleiten, so Waneck.

"Aufgrund der geänderten demographischen Strukturen in Österreich und der immer teurer werdenden Leistungen im Gesundheitsbereich, ist es dringend notwendig die vorhandenen Ressourcen optimal einzusetzen", so Waneck, der sich durch das Controllinggremium diesbezüglich deutliche Verbesserungen verspricht. "Es ist höchste Zeit, daß ein 400-Milliardenunternehmen wie die Sozialversicherung, moderne Managementmethoden anwendet. Das sind wir den Beitragszahlern schuldig", schloß Waneck. (Schluß) mg nnn

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