Tunnelbrand Kaprun

Wien (OTS) - Die Salzburger Behörden dürften aus dem Brand des Tauerntunnel nicht gelernt haben, denn da wird allen Ernstes behauptet, dass zwei Feuerlöscher als Katastrophenverhinderung genügen.

Ich darf da nur auf die Wiener Vorschriften verweisen:

Jedes Stiegenhaus z.B. der Lugner City hat am höchsten Punkt eine mindestens 1m2 große Rauchabzugsklappe die sich im Brandfall automatisch öffnet.

Unsere Garage ist in mehrere Brandabschnitte geteilt, die ebenfalls mit automatisierten Rauchabzugsklappen versehen sind und im Brandfall durch automatische Tore verschlossen werden. In den Glasdächern des Einkaufszentrum sind mehrere Rauchabzugsklappen angebracht.

Von jedem Punkt des Hauses muss man nach 40m einen Fluchtweg erreichen. Die Fluchtwege müssen eine Mindestbreite von 1,40 - 2,20m haben.

Darüber hinaus haben wir noch eine Brandmelde- und Sprinkleranlage, sowie alle 30 m stets einsatzfähige (unter Wasserdruck stehende) Löschwasserhydranten.

Die Tatsache, dass bereits zum 2. Mal bei einem Tunnelbrand die Hilfskräfte nicht zum Brandherd vordringen konnten, ist ein Skandal.

Es ist höchste Zeit, dass eine bundeseinheitliche Bauordnung geschaffen wird, damit es in Salzburg die gleichen Sicherheitsstandards gibt wie in Wien, wo man die Gefahrenpotentiale richtig einschätzt.

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