EU-Kommissionsdirektor Burtscher in Schloss Hofen BILD

Europäische Landwirtschaftspolitik setzt auf Entwicklung des ländlichen Raumes

Lochau (VLK) - Über Perspektiven und Herausforderungen
der EU-Agrarpolitik referierte EU-Kommmissionsdirektor
Wolfgang Burtscher kürzlich im Vorarlberger Zentrum für Wissenschaft und Weiterbildung Schloss Hofen in Lochau. ****

Der gebürtige Vorarlberger Wolfgang Burtscher ist seit
Februar 2000 Direktor der Wirtschaftsgesetzgebung in der Landwirtschaft in der EU-Kommission. Zu seinen Aufgaben
gehören unter anderem die Agrargesetzgebung, die
Beihilfenkontrolle sowie die Qualitätspolitik.

Die geplante Erweiterung der EU um zehn mittel- und osteuropäische Länder ist für die europäische Landwirtschaftspolitik die Herausforderung schlechthin.
Während im EU-Schnitt nur noch fünf Prozent der
Erwerbstätigen in der Landwirtschaft arbeiten, sind es bei
den Beitrittskandidaten noch über 20 Prozent. Im Falle einer Erweiterung um die mittel- und osteuropäischen Länder würde
die landwirtschaftlich genutzte Fläche um 45 Prozent und die Ackerfläche sogar um 50 Prozent ausgeweitet, die Zahl der Erwerbstätigen in der Landwirtschaft würde sich verdoppeln.
Als Kernfragen der Verhandlungen mit den Beitrittskandidaten bezeichnete Burtscher die Direktzahlungen an die
Landwirtschaft, die Festlegung der Produktionsquoten, Übergangsfristen und die Finanzierung der Kosten der EU-Osterweiterung. Entscheidend, so Burtscher, wird es sein,
inwieweit es den Beitrittskandidaten gelingt, die notwendigen Strukturreformen und die ländliche Entwicklung noch im
Vorfeld des Beitritts voranzutreiben.

Als wesentlichen Pfeiler der Gemeinsamen Agrarpolitik
nannte Burtscher die Förderung der Entwicklung des ländlichen Raumes. Eine Politik, die gerade auch der kleinstrukturierten Vorarlberger Landwirtschaft entgegenkommt. Für die
Vorarlberger Landwirtschaft sieht Burtscher die Chancen in Qualitätsproduktion und einem professionellen Marketing. (so/ug/dig,nvl)

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