AK Tumpel: Neuerliche Bahntariferhöhung belastet Pendler um bis zu 25 Prozent in den letzten 2 Jahren

Verteuerung unakzeptabel

Wien (AK) - Im Jänner müssen die Pendler wieder um bis zu 80 Schilling für ihre Bahn-Wochen- und Monatskarten drauflegen - das ist unakzeptabel, kritisiert AK-Präsident Herbert Tumpel: Bereits das dritte Mal innerhalb eines Jahres verteuert also die Bahn die Wochen-und Monatskarten für die Pendler. Das sind 220 Schilling mehr für die Monatskarte von Wien nach Wiener Neustadt innerhalb eines Jahres, empört sich Tumpel: Es ist unfair, wenn die Pendler schon wieder zur Kasse gebeten werden. Außerdem hat sich die Kürzung der Regierung bei den Ermessensausgaben für den öffentlichen Verkehr nur auf den Verkehrsverbund Ost-Region ausgewirkt. Die Bahn soll den Pendlern das Umsteigen attraktiv machen - mit einer starken Verteuerung, die mit einer immer schlechteren Qualität einhergeht, wird das wohl nicht möglich sein, so Tumpel. Um die Mehrausgaben für die Arbeitnehmer aus zu gleichen fordert Tumpel die Stützung der Budgets für den öffentlichen Verkehr und eine Erhöhung der Pendlerpauschale und des Kilometergeldes. ****

Die Arbeitswege werden teurer, länger und unbequemer, kritisiert AK-Präsident Herbert Tumpel. Die geplante Tariferhöhung der Bahn für 1. Jänner 2001 ist die dritte innerhalb von 13 Monaten und trifft wieder hauptsächlich die Pendler - das ist unakzeptabel, sagt Tumpel. Seit Jänner 1999 sind die Wochen- bzw Monatskarten der Bahn um bis zu 25 Prozent angehoben worden.

Die 15-prozentige Kürzung des Bundes bei den Ermessensausgaben für den öffentlichen Verkehr hat sich nur auf den Verkehrsverbund Ost-Region ausgewirkt, nicht auf die anderen österreichischen Verkehrsverbünde, betont Tumpel. Eine angekündigte bundesweite Einsparung war aber der Grund für die Verteuerung im heurigen Juli. Die Pendler wurden bei den letzten beiden Erhöhungen schon überdurchschnittlich belastet und das, obwohl der Bund für 2001 mehr Mittel für den öffentlichen Verkehr und die Verkehrsverbünde budgetiert hat.

Bis zu 80 Schilling mehr
Die Bahn wird die Preise für die Wochen- und Monatskarten auf den pendlerrelevanten Strecken um 6 bis 11 Prozent erhöhen. Die Wochenkarten werden um 10 bis 20 Schilling teurer, die Monatskarten um 30 bis 80 Schilling.

So wurde die Monatskarte von Wien nach Wiener Neustadt innerhalb eines Jahres um 220 Schilling teurer - im heurigen Jänner um 40 Schilling, im Juli um 110 Schilling und im Jänner 2001 soll diese erneut um 70 Schilling angehoben werden.

Einige Preisbeispiele

Wochenkarte Monatskarte
1.1.00 1.7.00 1.1.01 1.1.00 1.7.00 1.1.01 Wien-Purkersdorf 126 140 150 460 500 530 Wien-Mödling 148 160 170 530 590 620 Wien-Baden 200 220 230 720 800 840 Wien-Neulengbach 240 270 290 860 950 1.010 Wien-Wr Neustadt 280 310 330 1.010 1.120 1.190 Wien-St Pölten 300 330 340 1.080 1.200 1.260

Vorteilscard-Benutzer zahlen auch drauf
Wer eine Vorteilscard benutzt, wird eben so zur Kasse gebeten, sagt Tumpel: Denn die Fahrkarten werden dann statt um die Hälfte nur mehr um 45 Prozent billiger sein. Wer per Internet oder Handy-Ticketing seine Fahrkarte bestellt, kann zwar noch um die Hälfte unterwegs sein. Aber Vorsicht, warnt die AK. Wer die Reise nicht antritt, bekommt das Geld nicht zurück. Eine verschobene Reise kann dadurch ziemlich teuer werden, da zwei Mal gezahlt werden muss.

Mehr Pendlerpauschale
Die Regierung hat nur das große Pendlerpauschale erhöht und nur befristet für das Jahr 2001 - das ist viel zu wenig. Vier von fünf Pendler bekommen also nichts. Insgesamt gibt es rund 600.000 Pendlerinnen und Pendler in Österreich.

Als Abgeltung für die Pendler fordert Tumpel:
+ Auch das kleine Pauschale muss um 30 Prozent erhöht werden.
+ Das große Pendlerpauschale muss um mindestens 30 Prozent erhöht werden.
+ Das Kilometergeld muss um 30 Groschen pro Kilometer angehoben werden.

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