EINIGUNG ÜBER PSYCHOTHERAPIE AUF KRANKENSCHEIN IN WIEN

Richtigstellung zu Aussagen der Präsidentin des Österreichischen Berufsverbandes für Psychotherapie

Wien (OTS) - Die Wiener Gebietskrankenkasse konnte sich mit dem Verein für ambulante Psychotherapie und der Gesellschaft für psychotherapeutische Versorgung über ein flächendeckendes Angebot an Psychotherapie auf Krankenschein für die Wiener Bevölkerung einigen. Gemeinsam mit den bereits bestehenden Angeboten wird voraussichtlich bereits im kommenden Jahr die für Wien bedarfsnotwendige Zahl von 150.000 Therapiestunden auf Kassakosten erreicht werden können. Die von der Präsidentin des Österreichischen Berufsverbandes für Psychotherapie Margret Aull aufgestellte Behauptung, die Kasse wolle in Wien nur 40.000 Therapiestunden bezahlen, entspricht daher nicht den Tatsachen.

Die Wiener Gebietskrankenkasse hat nach dem Scheitern eines bundesweiten Gesamtvertrages für Psychotherapie sofort Initiativen zur vertraglichen Absicherung eines bedarfsgerechten Sachleistungsangebotes auf Kassenkosten für die Wiener Versicherten gesetzt. Die sehr konstruktiven Gespräche und Verhandlungen mit dem Verein des Bundesverbandes Österreichischer Psychologen (BÖP) und dem Verein des Wiener Landesverbandes für Psychotherapie (WLP) mündeten in Vertragsentwürfe, die noch in diesem Monat dem Vorstand der WGKK zur Beschlußfassung vorgelegt werden.

In den neuen Verträgen ist ein regional ausgewogenes Therapieangebot das alle 17 anerkannten Therapierichtungen umfaßt im Ausmaß von 70.000 Stunden für 2001 und 90.000 Stunden für 2002 vorgesehen. In den Vereinbarungen ist überdies vorgesehen, besondere Schwerpunkte bei der Behandlung schwerer Störungen sowie Kinder und alter Menschen zu setzen.

Neben diesem neuen Angebot bleiben natürlich die in Wien bereits bestehenden Möglichkeiten für Psychotherapie auf Krankenschein voll aufrecht. Dazu zählt die Psychotherapie in den eigenen Einrichtungen der Wiener Gebietskrankenkasse, die Psychotherapie durch Vertragsärzte und in Spitalsambulanzen (Anton-Proksch-Institut, Heilpädagogische Ambulanz Hinterbrühl sowie Ambulanzen der Wiener städtischen Spitäler und der Universitätskliniken des AKH) sowie die Psychotherapie für bestimmte Patienten- und Indikationsgruppen durch spezialisierte Vertragseinrichtungen (Kriseninterventionszentrum, Kuratorium für psychosoziale Dienste Wien, Kinderschutzzentrum Wien, Verein Wiener Sozialdienste, Multiple Sklerose Gesellschaft, etc.).

Ab dem Jahr 2001 wird den Wiener Versicherten ein Psychotheraieangebot im Umfang von rund 150.000 Stunden durch die Wiener Gebietskrankenkasse im Wege des Sachleistungsprinzips zur Verfügung stehen. Dieses Stundenausmaß entspricht dem wissenschaftlich ermittelten Bedarf der Wiener Bevölkerung. Auch der Österreichische Berufsverband für Psychotherapie (ÖBVP) wie der Wiener Landesverband für Psychotherapie (WLP) schätzt die bedarfsnotwendige Stundenzahl für die Wiener Bevölkerung auf etwa 150.000.

Die Präsidentin des ÖBVP Margret Aull war offensichtlich über diese neue Entwicklung nicht informiert als sie kürzlich im Rahmen einer Pressekonferenz behauptet hat, in Wien sein nur "ein lächerliches Kontingent" von 40.000 Stunden jährlich vorgesehen. Das Angebot an Psychotherapie auf Krankenschein in Wien ist keine "Kleinstlösung" - wie von Aull behauptet - sondern in Umfang und Qualität beispielgebend für Österreich.

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