Presseinformation Fachverband der Seilbahnen Österreich

Bestürzung über das Ausmaß der Katastrophe - Unglück um so tragischer, als gerade die österreichischen Seilbahnen besonders hohe Sicherheitsstandards aufweisen.

Salzburg/Wien (OTS) - Dr. Ingo Karl, Vorsteher des Fachverbands
der Seilbahnen Österreichs, bringt die tiefe Betroffenheit der Interessensvertretung über das Gletscherbahn-Unglück in Kaprun zum Ausdruck: "Wir alle sind bestürzt über das Ausmaß der Katastrophe. Unser Mitgefühl und unsere Anteilnahme gelten den Angehörigen der Opfer."
Karl weiter: "Das Unglück bei der Gletscherbahn Kaprun ist umso tragischer, als gerade österreichische Seilbahnen besonders hohe Sicherheitsstandards aufweisen. In Österreich gibt es weltweit die schärfsten Sicherheitsvorschriften für Seilbahnen und unser Land ist federführend an der EU-weiten Umsetzung dieser Vorschriften beteiligt. Die österreichischen Anlagen werden laufend behördlich überprüft und gewartet, um Sicherheitsrisiken möglichst gering zu halten. Die Gletscherbahn Kaprun wurde erst im Zeitraum August/September 2000 einer Revision unterzogen und entsprach allen behördlichen Vorschriften."
Dr. Erik Wolf, Geschäftsführer des Fachverbandes der Seilbahnen Österreichs, betont, dass es jetzt vor allem darum gehe, die Opfer raschest möglich zu bergen, den Hinterbliebenen zu helfen und gemeinsam mit den bereits zugezogenen Sachverständigen die Ursachen des Unglücks restlos aufzuklären. "Für uns", so Wolf weiter, "ist es selbstverständlich, allfällige Erkenntnisse über eventuell bestehende Mängel sofort zum Anlass zu nehmen, gemeinsam mit dem Gesetzgeber, mit Brandschutzsachverständigen und Fachleuten die Sicherheitsvorschriften weiter zu verbessern."

Jährlich 550 Millionen Personentransporte auf Seilbahnen

Wolf betont, dass trotz dieser bedauerlichen aktuellen Katastrophe in Kaprun Unfälle mit österreichischen Seilbahnen generell sehr selten sind. Österreichs Seilbahnen führen jährlich durchschnittlich 550 Millionen Personentransporte durch, ohne dass es zu gröberen Zwischenfällen kommt.

Strenge Vorschriften sehen regelmäßige Sicherheitsüberprüfungen vor

Für die Seilbahnen gibt es generell ein detailliertes Regelwerk. Wesentliche technische Funktionen und Einrichtungen werden täglich vor Inbetriebnahme der Anlage kontrolliert; standardisierte Wartungsarbeiten werden in Monatsabständen durchgeführt. Hinzu kommen die in den Betriebsvorschriften für die einzelnen Anlagen jeweils festgelegten Prüfungen durch die Seilbahn- oder Liftbetreiber selbst. Diese Revision wird jährlich durchgeführt und, wie alle Wartungsarbeiten in Betriebstagebüchern dokumentiert. Die für Seilbahnen und Sessellifte geltende Seilbahnüberprüfungs-Verordnung sieht zusätzlich alle fünf Jahre eine umfassende externe Prüfung durch unabhängige Sachverständige vor. Geprüft werden Technik, Elektrotechnik und Betriebssicherheit.

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2000-11-12

Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
Dr. Erik Wolf, Fachverband Seilbahnen,
Wiedner Hauptstraße 63, 1045 Wien,
Telefon 01/501 05-3166 oder 0664/534 51 57, Fax 01/501 05-242.

Dipl.Ing. Dr. Ingo Karl, Fachverbandsvorsteher der Seilbahnen Österreichs,
Telefon 0699/100 16 196
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