• 12.11.2000, 13:53:55
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  • OTS0048

Presseinformation Fachverband der Seilbahnen Österreich

Bestürzung über das Ausmaß der Katastrophe - Unglück um so tragischer, als gerade die österreichischen Seilbahnen besonders hohe Sicherheitsstandards aufweisen.

Salzburg/Wien (OTS) - Dr. Ingo Karl, Vorsteher des Fachverbands
der Seilbahnen Österreichs, bringt die tiefe Betroffenheit der
Interessensvertretung über das Gletscherbahn-Unglück in Kaprun zum
Ausdruck: "Wir alle sind bestürzt über das Ausmaß der Katastrophe.
Unser Mitgefühl und unsere Anteilnahme gelten den Angehörigen der
Opfer."
Karl weiter: "Das Unglück bei der Gletscherbahn Kaprun ist umso
tragischer, als gerade österreichische Seilbahnen besonders hohe
Sicherheitsstandards aufweisen. In Österreich gibt es weltweit die
schärfsten Sicherheitsvorschriften für Seilbahnen und unser Land ist
federführend an der EU-weiten Umsetzung dieser Vorschriften
beteiligt. Die österreichischen Anlagen werden laufend behördlich
überprüft und gewartet, um Sicherheitsrisiken möglichst gering zu
halten. Die Gletscherbahn Kaprun wurde erst im Zeitraum
August/September 2000 einer Revision unterzogen und entsprach allen
behördlichen Vorschriften."
Dr. Erik Wolf, Geschäftsführer des Fachverbandes der Seilbahnen
Österreichs, betont, dass es jetzt vor allem darum gehe, die Opfer
raschest möglich zu bergen, den Hinterbliebenen zu helfen und
gemeinsam mit den bereits zugezogenen Sachverständigen die Ursachen
des Unglücks restlos aufzuklären. "Für uns", so Wolf weiter, "ist es
selbstverständlich, allfällige Erkenntnisse über eventuell bestehende
Mängel sofort zum Anlass zu nehmen, gemeinsam mit dem Gesetzgeber,
mit Brandschutzsachverständigen und Fachleuten die
Sicherheitsvorschriften weiter zu verbessern."

Jährlich 550 Millionen Personentransporte auf Seilbahnen

Wolf betont, dass trotz dieser bedauerlichen aktuellen Katastrophe
in Kaprun Unfälle mit österreichischen Seilbahnen generell sehr
selten sind. Österreichs Seilbahnen führen jährlich durchschnittlich
550 Millionen Personentransporte durch, ohne dass es zu gröberen
Zwischenfällen kommt.

Strenge Vorschriften sehen regelmäßige Sicherheitsüberprüfungen vor

Für die Seilbahnen gibt es generell ein detailliertes Regelwerk.
Wesentliche technische Funktionen und Einrichtungen werden täglich
vor Inbetriebnahme der Anlage kontrolliert; standardisierte
Wartungsarbeiten werden in Monatsabständen durchgeführt. Hinzu kommen
die in den Betriebsvorschriften für die einzelnen Anlagen jeweils
festgelegten Prüfungen durch die Seilbahn- oder Liftbetreiber selbst.
Diese Revision wird jährlich durchgeführt und, wie alle
Wartungsarbeiten in Betriebstagebüchern dokumentiert. Die für
Seilbahnen und Sessellifte geltende Seilbahnüberprüfungs-Verordnung
sieht zusätzlich alle fünf Jahre eine umfassende externe Prüfung
durch unabhängige Sachverständige vor. Geprüft werden Technik,
Elektrotechnik und Betriebssicherheit.

ß
2000-11-12

Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
Dr. Erik Wolf, Fachverband Seilbahnen,
Wiedner Hauptstraße 63, 1045 Wien,
Telefon 01/501 05-3166 oder 0664/534 51 57, Fax 01/501 05-242.

Dipl.Ing. Dr. Ingo Karl, Fachverbandsvorsteher der Seilbahnen
Österreichs,
Telefon 0699/100 16 196
ß

(Schluss)

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