Erfolg für die Wirtschaft: Telefonnummern werden nicht umgestellt

Leitl: "Wirtschaft spart 6 Mrd Schilling"

Wien (PWK968) - Eine gute Nachricht für alle
Wirtschaftsreibenden: Die Verordnung zur Umstellung des Telefonnummernsystems wird bis auf weiteres nicht umgesetzt. Im Budget des Bundesministers für Wissenschaft und Verkehr sind für die nächsten zwei Jahre keine Mittel dafür vorgesehen. "Der Wirtschaft bleiben damit Belastungen in der Höhe von 6 Milliarden Schilling und zusätzliche Schwierigkeiten bei der EURO-Umstellung erspart. Auch aus diesem Grund ist die De facto-Aussetzung der Verordnung durch das Verkehrsressort ein wichtiger Erfolg für die Wirtschaft", freut sich Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl.

In der Verordnung aus dem Jahre 1997 war vorgesehen, die 1022 Ortskennzahlen durch 26 Regionalcodes zu ersetzen. Allein die Telekom Austria AG rechnete mit Kosten von 2 Milliarden Schilling. Verwaltung und Privatpersonen hätte die Umstellung insgesamt 500 Mio Schilling gekostet. Die Unternehmen wären gezwungen gewesen, ihre Geschäftsdrucksorten wie Geschäftspapiere, Rechnungsvordrucke, Visitenkarten, Broschüren, Werbetafeln, interne Telefonbücher und dergleichen komplett neu drucken und alle Kunden über die neuen Rufnummern zu verständigen. Auch alle Standardsoftware-Systeme, Nebenstellenanlagen und -apparate hätten mit erheblichem Arbeitsaufwand umgestellt werden müssen. Nach Schätzungen der Wirtschaftskammer Österreich und der Arbeiterkammer hätte die Umstellung der Telefonnummern volkswirtschaftliche Kosten von mindestens 6 Milliarden Schilling verursacht.

Bei der seinerzeit verordnete Telefonnummernumstellung ist man davon ausgegangen, dass im derzeitigen System von Ortskennzahlen rasch eine Nummernknappheit entstehen könnte und alternative Telefonanbieter nur mehr unattraktive längere Telefonnummern für ihre Kunden erhalten hätten. Tatsächlich ist Nachfrage nach Festnetzanschlüssen dank des Booms in der Mobiltelefonie nur schwach gestiegen. Der Bedarf kann mit dem bestehenden Rufnummernsystem in den nächsten zehn Jahren locker bewältigt werden. Eine Umstellung auf das inzwischen auf 23 Area-Codes abgeänderte neue Nummerierungssystem ist daher bis auf weiteres nicht notwendig.

"Ein Sieg der Vernunft. Damit konnte Zeit, Geld, Bürokratie und Ärger erspart werden", schloss Leitl. (MH)

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