- 12.11.2000, 08:00:47
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"profil": Androsch mit Finanzierungsproblemen
Hektische Suche nach neuer Partner-Bank
Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag
erscheinenden Ausgabe berichtet, hat Hannes Androsch, Miteigentümer
des Leiterplatten-Konzerns AT&S, Probleme, die Finanzierung für den
zum Verkauf stehenden 80-%-Anteil am Textilfaser-Produzenten Lenzing
auf die Beine zu stellen.
Androsch hatte Mitte Oktober ein Offert für Lenzing abgegeben, das
sich auf rund 80 Euro je Aktie beläuft, woraus sich eine Gesamtsumme
von annähernd vier Mrd. S. für das zum Verkauf stehende Aktienpaket
errechnet. In Androschs Konsortium sind auch AT&S-Chef Willi
Dörflinger sowie die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich vertreten.
Nachdem Androsch ursprünglich eine Finanzierungszusage der Deutschen
Bank in Höhe von rund 15 % der Kaufsumme erhalten hatte, hat das
Institut jetzt einen Rückzieher gemacht, berichtet "profil".
Androsch bestätigt gegenüber "profil" den Ausfall seines
Finanzierungspartners: "Die Deutsche Bank hat offenbar interne
Probleme. Die Wiener Filiale würde den Deal liebend gerne machen,
aber in London wurden plötzlich wieder neue Bedingungen gestellt."
Dennoch gibt sich der Ex-Finanzminister und Industrielle laut
"profil" zuversichtlich, das Problem demnächst lösen zu können - er
hat sich an die "Spitze der Deutschen Bank" gewandt. Kenner der
Sachlage zweifeln hingegen daran, dass es Androsch gelingen werde,
einen Meinungsumschwung bei dem deutschen Kreditinstitut
herbeizuführen.
Da der Verkauf von Lenzing durch die Bank Austria noch im November
über die Bühne gehen soll, hat Androsch alle Hebel in Bewegung
gesetzt, um eine weitere Bank von seiner Sache zu überzeugen,
berichtet "profil". Allerdings habe die Oberbank, bei der er
vorstellig geworden sei, bereits abgewunken. Androsch verhandelt
derzeit noch mit einer ausländischen Bank.
Weitere Bieter für Lenzing sind die britische Investmentfondsgruppe
CVC, deren Angebot ebenfalls bei rund 80 Euro je Aktie liegen soll,
sowie ein Konsortium des Papierindustriellen Alfred Heinzel sowie
des deutschen Industriellen Cornelius Grupp. Laut "profil" ist das
letztgenannte Konsortium aber bereits praktisch aus dem Rennen: Der
angebotene Kaufpreis soll sich auf bloß 42 Euro je Aktie belaufen
haben.
Rückfragehinweis: "profil"-Redaktion
Tel.: (01) 534 70 DW 2501 und 2502s?
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