"profil": Androsch mit Finanzierungsproblemen

Hektische Suche nach neuer Partner-Bank

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, hat Hannes Androsch, Miteigentümer des Leiterplatten-Konzerns AT&S, Probleme, die Finanzierung für den zum Verkauf stehenden 80-%-Anteil am Textilfaser-Produzenten Lenzing auf die Beine zu stellen.

Androsch hatte Mitte Oktober ein Offert für Lenzing abgegeben, das sich auf rund 80 Euro je Aktie beläuft, woraus sich eine Gesamtsumme von annähernd vier Mrd. S. für das zum Verkauf stehende Aktienpaket errechnet. In Androschs Konsortium sind auch AT&S-Chef Willi Dörflinger sowie die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich vertreten.

Nachdem Androsch ursprünglich eine Finanzierungszusage der Deutschen Bank in Höhe von rund 15 % der Kaufsumme erhalten hatte, hat das Institut jetzt einen Rückzieher gemacht, berichtet "profil".

Androsch bestätigt gegenüber "profil" den Ausfall seines Finanzierungspartners: "Die Deutsche Bank hat offenbar interne Probleme. Die Wiener Filiale würde den Deal liebend gerne machen, aber in London wurden plötzlich wieder neue Bedingungen gestellt." Dennoch gibt sich der Ex-Finanzminister und Industrielle laut "profil" zuversichtlich, das Problem demnächst lösen zu können - er hat sich an die "Spitze der Deutschen Bank" gewandt. Kenner der Sachlage zweifeln hingegen daran, dass es Androsch gelingen werde, einen Meinungsumschwung bei dem deutschen Kreditinstitut herbeizuführen.

Da der Verkauf von Lenzing durch die Bank Austria noch im November über die Bühne gehen soll, hat Androsch alle Hebel in Bewegung gesetzt, um eine weitere Bank von seiner Sache zu überzeugen, berichtet "profil". Allerdings habe die Oberbank, bei der er vorstellig geworden sei, bereits abgewunken. Androsch verhandelt derzeit noch mit einer ausländischen Bank.

Weitere Bieter für Lenzing sind die britische Investmentfondsgruppe CVC, deren Angebot ebenfalls bei rund 80 Euro je Aktie liegen soll, sowie ein Konsortium des Papierindustriellen Alfred Heinzel sowie des deutschen Industriellen Cornelius Grupp. Laut "profil" ist das letztgenannte Konsortium aber bereits praktisch aus dem Rennen: Der angebotene Kaufpreis soll sich auf bloß 42 Euro je Aktie belaufen haben.

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