"profil": ÖIAG will bei AUA hart durchgreifen

Außerordentliche Hauptversammlung geplant - Streicher soll bei AUA abgelöst werden

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, will die ÖIAG nach den letzten Entwicklungen bei der AUA-Aufsichtsratssitzung am vergangenen Mittwoch als Kernaktionär für reinen Tisch bei der Fluggesellschaft sorgen. Nachdem AUA-Aufsichtsratspräsident Rudolf Streicher den Wunschkandidaten der ÖIAG für den AUA-Vorstandsvorsitz, Freit Feitl, nicht durchgebracht hat, will die ÖIAG jetzt Konsequenzen ziehen. In einer außerordentlichen Hauptversammlung soll nicht nur Streicher seinen Hut als AUA-Aufsichtsratschef nehmen, auch mehrere Mitglieder des Kontrollgremiums sollen ausgetauscht werden.

Streicher soll aus den Aufsichtsräten von AUA, Lauda Air und Tyrolean Airways ausscheiden. "Wir haben jetzt lange genug zugeschaut und Streicher eine Chance gegeben", zitiert "profil" einen ÖIAG-Kapitalvertreter. "Jetzt muss reiner Tisch gemacht werden." Ergebniseinbrüche und abstürzender Aktienkurs seien nicht wegzudiskutieren. "Wir sehen daher akuten Handlungsbedarf", meint der ÖIAG-Aufsichtsrat

Durch die geplanten umfangreichen Personalrochaden im AUA-Aufsichtsrat soll auch dem derzeitigen AUA-Vorstandsduo Herbert Bammer und Mario Rehulka der Rückhalt entzogen und Tyrolean-Vorstand Fritz Feitl endgültig auf den Chefsessel bei der AUA gehievt werden. Feitl bekräftigte gegenüber "profil", auch nach den Geschehnissen der vergangenen Tage weiter für den Vorstandsvorsitz bei der AUA zur Verfügung zu stehen.

Einen Kauf der zur Zeit von Lufthansa gehaltenen Lauda Air-Aktien durch Austrian Airlines hält Niki Lauda angesichts des herrschenden "Kriegszustands" in der österreichischen Luftfahrtszene für nicht realistisch. Lufthansa-Chef Jürgen Weber werde nach Laudas Meinung keine diesbezüglichen Maßnahmen setzen. Lauda im "profil"-Interview:
"Im Syndikatsvertrag steht, dass die Lufthansa zuerst mir ihre Anteile anbieten muss. Das hat sie aber bis jetzt nicht getan."

Zu den Vorwürfen und persönlichen Angriffen gegen seine Person meint Lauda: "Das ist schon ein Wahnsinn. Es ist für mich persönlich noch ärger als nach meinem Rennunfall am Nürburgring, bei dem ich fast verbrannt bin."

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