Bodenseeregion als Wirtschaftsraum stärken BILD

IBK-Wirtschaftsministertreffen im Landhaus

Bregenz (VLK) - Im Landhaus in Bregenz begrüßten IBK-
Präsident Landeshauptmann Herbert Sausgruber und der
Vorarlberger Wirtschaftslandesrat Manfred Rein heute,
Freitag, die für Wirtschaft zuständigen Regierungsmitglieder
aus den Ländern der Internationalen Bodenseekonferenz (IBK).
Im Mittelpunkt des Treffens stand das Bemühen, die
Bodenseeregion im internationalen Wettbewerb verstärkt als gemeinsamen Wirtschaftsraum zu präsentieren. ****

Als wichtigste Ergebnisse nennt Landesrat Rein, der den
Vorsitz beim diesjährigen Wirtschaftsministertreffen führte,
den Beschluss eines Strategieprogrammes für die
wirtschaftliche Entwicklung der Regio Bodensee ("Bregenzer Erklärung") sowie den Beschluss zur Erstellung eines Konzepts
für ein gemeinsames Standortmarketing. Ausserdem sollen die Lehrlingsaustauschprogramme der IBK und der
Arbeitsgemeinschaft der Alpenländer (Arge Alp) koordiniert
werden, um Synergieeffekte nutzen zu können.

Neue Medien nutzen, Netzwerke bilden

In der "Bregenzer Erklärung" werden ein - insbesondere
durch die neuen Informations- und Kommunikationstechniken geförderter - tiefgreifender Wandel der Wirtschaftsstruktur
sowie die Notwendigkeit zur weiteren Intensivierung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit durch die Bildung von Netzwerken hervorgestrichen. Die Wirtschaftsreferenten der IBK-Länder wollen "bestehende Grenzen durch Maßnahmen im
Bereich der Telekommunikation überwinden" und Möglichkeiten prüfen, Gründer- und Technologiezentren in der Regio Bodensee stärker zu vernetzen. In den kommenden beiden Jahren soll je
eine grenzüberschreitend ausgerichtete Tagung zu
Entwicklungen und Anwendungsmöglichkeiten der neuen Medien stattfinden, für Frühjahr 2001 wurde ein Symposium "Zukunft
der Regio Bodensee" avisiert.

Die "Bregenzer Erklärung" sieht vor, "die Positionierung
der Regio Bodensee als Gesamtregion im europäischen und
weltweiten Standortwettbewerb zu verbessern". Unter diesem Gesichtspunkt steht auch der an die Kommission Wirtschaft der
IBK erteilte Auftrag, ein Konzept für ein gemeinsames Standortmarketing zu entwickeln. Ziel ist es, die
Attraktivität der Regio Bodensee für Unternehmer, Investoren, Tourismuswirtschaft und qualifizierte Arbeitskräfte weiter zu erhöhen und damit die in der Bodenseeregion vorhandenen Chancenpotentiale zu nutzen.

Berufliche Aus- und Weiterbildung fördern

Auch in Richtung berufliche Bildung setzt die "Bregenzer Erklärung" Impulse. Im Programm heißt es: "Die
Wirtschaftsminister und Regierungsräte erwarten von den
Unternehmen und Arbeitnehmern die notwendige Bereitschaft zu Lernfähigkeit und Umorientierung und von den Schulabgängern
eine verstärkte Nutzung der neuen Ausbildungsberufe im
Bereich der Informations- und Kommunikationstechnik."

Der grenzüberschreitende Austausch von Lehrlingen in der Bodenseeregion wird fortgesetzt, zudem wird in diesem Punkt
die Zusammenarbeit mit der Arge Alp gesucht. Mit der
Koordination der Lehrlingsaustauschprogramme wurde Stefan
Veigl von der Wirtschaftskammer Vorarlberg betraut. Unter
seiner Leitung werden gemeinsame Auftritte auf Werbeträgern
und im Internet sowie eine gemeinsame Austauschbörse
entwickelt. Außerdem sollen für beide Aktionen im Rahmen des LEONARDO-Programms Anträge für die Gewährung von Förderungsmitteln der EU eingereicht werden.

Die für Wirtschaft zuständigen Regierungsmitglieder der
IBK: Regierungschef-Stellvertreter Michael Ritter
(Liechtenstein), Staatsminister Otto Wiesheu (Bayern), Staatssekretär Horst Mehrländer (Baden-Württemberg), Regierungsrat Ruedi Jeker (Zürich), Regierungsrat Josef
Keller (St. Gallen), Landammann Bruno Koster (Appenzell-Innerrhoden), Landammann Hans Altherr (Appenzell-
Ausserrhoden), Regierungsrat Hans-Jörg Kunz (Schaffhausen), Regierungsrat Hermann Lei (Thurgau), Landesrat Manfred Rein (Vorarlberg).

Bitte Sperrfrist bis Freitag, 10.11.2000, 16.00 Uhr,
beachten!
(gw,nvl)

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