"Thema" am Montag, dem 13. November, in ORF 2: "Zeit des Erwachens"

Barbara van Melle präsentiert am Montag, dem 13. November 2000, um 21.05 Uhr in ORF 2 unter anderem folgende Themen:

Zeit des Erwachens
"Es ist wie ein Wunder", sagt die Mutter des siebenjährigen Mathias Rupf, "mein Sohn konnte von einem Tag auf den anderen plötzlich wieder sprechen." Für den Buben aus Niederösterreich hat die Zeit des Erwachens aus dem Koma begonnen. Vor acht Monaten wurde Mathias auf dem Schulweg überfahren. Dabei erlitt er schwere Kopfverletzungen. Die Diagnose der Ärzte war erschütternd: Mathias würde schwer behindert bleiben, zu lange war sein Gehirn ohne Sauerstoff. Aber die Eltern gaben nicht auf. Nach langem Suchen haben sie für ihren Sohn eine Kinder-Rehabilitationsklinik für Koma-Patienten in Bayern gefunden. Und dort macht Mathias sensationelle Fortschritte. Nach Monaten im Koma kann er jetzt sogar wieder sitzen. Für "Thema" war Gudrun Kampelmüller in Bayern und hat Mathias und seine Eltern in der Klinik besucht.

Genitalverstümmelung - Eine Frage der Ehre?
Leila El Rabadi will sich beschneiden lassen und sucht deshalb einen Wiener Arzt auf. Die 24-jährige Studentin fragt den Chirurgen, ob er ihre Genitalien beschneiden würde, mit der Begründung, dass ihr ägyptischer Verlobter vor der Heirat eine Beschneidung verlangt, damit sie eine ehrbare Frau sei. Doch Leila spielt nur den Lockvogel, in Wahrheit recherchiert sie für ihre Diplomarbeit über Genitalverstümmelung in Österreich. Dr. L. war nach Aussagen Leilas bereit, in einer Privatwohnung die gefährliche Beschneidung ohne Narkose durchzuführen. Bevor es allerdings dazu kam, ließ Leila ihre Tarnung auffliegen. Ihre Geschichte erscheint in einem Nachrichtenmagazin. Der Chirurg wird beurlaubt, gegen ihn läuft ein Disziplinarverfahren. Dr. L. bestreitet die Anschuldigungen. Für Frauen- und Menschenrechtsorganisationen ist es ein Skandal, dass in Österreich Beschneidungen an Frauen durchgeführt werden - weltweit gibt es dagegen Kampagnen. "Thema" rekonstruiert Leilas "Fall". Barbara van Melle und Ursula Neuner-Rennhofer haben mit betroffenen Frauen über die qualvolle Prozedur gesprochen.

No-Problem-Orchester - Musik und Erfolg als Therapie
Das No-Problem-Orchester gilt weltweit als einzigartiges Therapiemodell. Seit Jahren feiern die behinderten Musiker internationale Erfolge bei Festivals, mehrfach wurde die Band mit Preisen ausgezeichnet. Zu Hause ist das No-Problem-Orchester im Kärntner Musiktherapiezentrum Grafenstein, das vor zehn Jahren eröffnet wurde. Musik kann den Allgemeinzustand von körperlich und geistig behinderten Menschen wesentlich verbessern. Das gemeinsame Musizieren und die Anerkennung durch das Publikum bei Auftritten stärken das Selbstbewusstsein der behinderten Musiker. Sie leiden weniger an Depressionen und benötigen kaum Psychopharmaka. Jetzt steht das nächste große Konzert bevor: In wenigen Tagen wird die Band nach New York reisen, um bei der Promi-Hochzeit von Michael Douglas und Catherine Zeta-Jones zu spielen. Für "Thema" hat Eva Kordesch die Mitglieder des No-Problem-Orchesters bei den letzten Proben getroffen.

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