Fallent: Weltweiter Engpaß von Öl treibt Preise in die Höhe

Umstieg auf erneuerbare Energieträger

Wien, 2000-11-10 (fpd) - "Die österreichische Bevölkerung und ihre Wirtschaft leiden unter extrem hohen Öl- und Treibstoffpreisen. Wirtschaftswachstum und Wohlstand sind in Gefahr. Bei dieser Entwicklung dürfte es sich jedoch um keinen Betriebsunfall der OPEC handeln, vielmehr gibt es eine Reihe von Anzeichen dafür, daß neben Spekulationszuschlägen der Euro-Schwäche und der Dollar-Stärke ein tatsächlicher weltweiter Engpaß der Verfügbarkeit von sogenanntem ‚billigen Öl‘ verantwortlich für den dramatischen Anstieg der Ölpreise ist", meinte heute der freiheitliche Umweltsprecher Generalsekretär Gerhard Fallent. ****

"Namhafte Experten, wie Dr. Werner Zittel vom Ludwig-Bölkow-Systemtechnik-Institut sprechen davon, daß 80 Prozent unserer Ölproduktion aus Feldern, die älter als 30 Jahre sind, kommen, 90 Prozent des weltweiten ‚billigen Öls‘ sind bereits gefunden, und mit einem weltweiten Ölförderungsmaximum wird um das Jahr 2003 gerechnet. Die Kosten für die Ölbereitstellung steigen stark und Neufunde können den steigenden Verbrauch nur mehr zu einem immer kleiner werdenden Teil ersetzen. Die Kluft zwischen Angebot und Nachfrage wird somit immer größer. Steigende Preise sind die logische Konsequenz", erklärte Fallent.

Die Industriestaaten täten gut daran diese Vorzeichen ernst zu nehmen und entschlossen den Einstieg zum Ausstieg aus dem Ölzeitalter vorzubereiten und zu ermöglichen. Shell und BP hätten diese Zeichen bereits erkannt und gehörten heute zu den weltweit größten Solarzellenproduzenten. Viele Pioniere und Initiativen leisteten seit Jahrzehnten wertvolle Beiträge, führte Fallent weiter aus.

Einziger Ausweg sei daher der gänzliche Umstieg auf erneuerbare Energieträger. "Nur diese Energiewende sichert Lebensqualität, Wohlstand und Unabhängigkeit für gegenwärtige und kommende Generationen", appellierte Fallent. Auf Unverständnis stoße angesichts der angespannten Situation die Konzernpolitik der OMV. "Sie verdoppelte ihre Erträge, um sich selbst und ihre Aktionäre immer reicher werden zu lassen, ohne auf die Konsumenten und die Wirtschaft Rücksicht zu nehmen", kritisierte der freiheitliche Umweltsprecher. (Schluß)

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