Schwemlein: Lehrwerkstätten sind unverzichtbar

Anfrage an Wirtschaftsminister Bartenstein soll Klarheit über Schließung der Lehrwerkstätten Kaprun schaffen

Wien (SK) Es gibt am Lehrstellenmarkt keine Entspannung, 2000 Lehrstellen werden gesucht, erklärte der SPÖ-Abgeordnete Emmerich Schwemlein. "Aus meiner 28-jährigen Berufserfahrung als Berufschullehrer weiß ich, wie groß das Interesse der Jugendlichen an einer ausgezeichneten Ausbildung ist. Umso unverständlicher erscheint es mir, wie eine Diskussion über die Schließung von Lehrwerkstätten zustande kommen kann, wo doch Zahlen belegen, dass das Angebot an verfügbaren Lehrstellen ohnehin zu niedrig ist", zeigt sich Schwemlein empört. ****

"Als Ausbildungsgesellschaft müssen wir die notwendigen Ausbildungsplätze zur Verfügung stellen. Mein Anliegen ist es, die zurecht besorgten Jugendlichen zu unterstützen und mit vollem Einsatz für Ihr Anliegen einzutreten! Durch die Schließung der Lehrwerkstätten der TKW Kaprun werden viele Fragen aufgeworfen, die ich direkt an den Bundesminister Bartenstein stelle", betont Schwemlein am Freitag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst.

"Die Lehrwerkstätten der TKW Kaprun als zusätzliche Ausbildungsstätte sind unverzichtbar für diese Region und mein großes Interesse gilt der ausführlichen Beantwortung meiner Anfrage an Bartenstein", betonte Schwemlein.

Die eingebrachte Anfrage im Wortlaut:

1. Wann wird die Lehrwerkstätte der Tauern Kraftwerke Kaprun geschlossen?

2. Wie viele Lehrstellen dadurch verloren gehen?

3. Werden Sie die drohende Schließung durch den Einsatz von Geldmitteln verhindern?

4. Wie viele Lehrstellen werden in diesem Jahr und in den Folgejahren in Salzburg, speziell im Pinzgau, voraussichtlich benötigt?

5. Wie viele Lehrstellen können durch die Mitgliedsunternehmungen der WK Salzburg in diesem Jahr und in den Folgejahren im Pinzgau voraussichtlich angeboten werden?

6. Was soll mit jenen Jugendlichen dieser Region geschehen, die nicht in der freien Wirtschaft unterkommen?

7. Ist diesbezüglich an die Neuauflage der Stiftungen nach dem Jugendausbildungssicherungsgesetz gedacht?

8. Wie vielen Jugendlichen der genannten Region konnte bisher eine Lehrstelle durch die Maßnahmen auf Grund des Jugendausbildungssicherungsgesetzes angeboten werden?

9. Welcher Geldbetrag steht für die Ausbildung der Jugendlichen im Raum Pinzgau in diesem Jahr und in den nächsten Jahren durch den Staat zur Verfügung?

10. Unterstützen Sie die Idee, eines regionalen Ausbildungsverbundes, unter Berücksichtigung der freien Kapazitäten der Lehrwerkstätten zu gründen und diese fair, das heißt, durch einen Lastenausgleich von ausbildenden und nicht ausbildenden Betrieben zu finanzieren?

11. Wenn Sie diesen Vorschlag unterstützen, wann und was werden Sie für die rasche Umsetzung unserer Forderung tun?

12. Falls Sie diesen Vorschlag nicht unterstützen, warum nicht?

13. Wie sieht Ihr Alternativmodell aus?

(Schluss) mp

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