AK Wien Vollversammlung: Einstimmige Resolution gegen Senkung der AK-Umlage

Auch Freiheitliche Arbeitnehmer gegen Kürzung des AK-Mitgliedsbeitrages

Wien (AK) - Die 132. Vollversammlung der AK Wien hat heute,
Freitag, einstimmig eine Resolution gegen eine Senkung der AK-Umlage beschlossen. Die Resolution wurde mit den Stimmen aller Kammerräte beschlossen. Sieben der acht im "Parlament der Arbeitnehmer" vertretenen Fraktionen haben sich bereits bisher gegen eine Senkung des AK-Mitgliedsbeitrages durch den Gesetzgeber ausgesprochen. Jetzt haben sich auch die Freiheitlichen Arbeitnehmer (FA) eindeutig zur finanziellen Autonomie der Arbeiterkammer bekannt. ****

Die Resolution im Wortlaut:

KEINE SENKUNG DER AK-UMLAGE - GEGEN GESETZLICHE EINGRIFFE IN DIE AUTONOMIE DER ARBEITERKAMMERN

Die 132. Vollversammlung der Kammer für Arbeiter und Angestellte für Wien spricht sich gegen alle Gesetzesinitiativen zur Senkung der AK-Umlage aus.

Die Ergebnisse der Mitgliederbefragung und der AK-Wahlen, aber auch Umfragen bestätigen, daß die AK bei ihren Mitgliedern für ihren Einsatz und ihre konkreten Leistungen geschätzt wird, daß sie hohes Vertrauen genießt und die Leistungen für die Mitglieder weiterentwickeln soll.

Die Arbeiterkammern sind unabdingbar wichtige Interessenvertretungen der Arbeitnehmer gegenüber dem Staat, daher muß jeder Eingriff des Staates in die Autonomie der Kammern als gegen die Grundprinzipien der beruflichen Selbstverwaltung in Österreich gerichtete Maßnahme empfunden werden.

Die massive Ausweitung der Dienstleistungen für die Mitglieder in den letzten zehn Jahren, insbesondere in der Rechtsberatung und im Rechtsschutz, konnten nur durch laufende Reformen und Umschichtungen bewältigt werden. Jährlich zwei Millionen Mal nehmen Mitglieder die Leistungen in Anspruch, das wäre bei einer Kürzung der Umlage ebenso gefährdet wie die gesetzlichen Aufgaben der Interessenvertretung.

In den nächsten Jahren erwarten sich die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer von ihrer gesetzlichen Interessenvertretung zusätzliche Anstrengungen im Bereich der beruflichen Aus- und Weiterbildung, insbesondere im Bereich der Kommunikationstechnologie und der neuen Medien, im Konsumentenschutz und bei der Beratung neuer Arbeitnehmergruppen.

Die Vollversammlung der AK Wien fordert daher das Parlament und die Bundesregierung auf, die Autonomie der Kammern zu respektieren und von der geplanten Kürzung der AK-Umlage Abstand zu nehmen.

Die Resolution finden Sie auch im Internet unter: www.akwien.or.at

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