Haller: Expertenhearing: "Eltern sollen Eltern bleiben"

Berufsemanze Prammer weiß alles besser

Wien, 2000-11-10 (fpd) - Als bedauerlich empfand es die freiheitliche Familiensprecherin Edith Haller, daß das heutige Expertenhearing zur Obsorge beider Eltern von SPÖ und Grünen nur dazu verwendet worden sei, um eine zeitliche Einschränkung auf drei Stunden zu erwirken und dann noch die Wortmeldungen der Experten durch unzählige Geschäftsordnungsbeiträge zu verhindern. ****

Die Meinung der dennoch zu Wort gekommenen Experten (fünf von insgesamt fünfzehn) stand unter dem gemeinsamen Motto "Eltern sollen Eltern bleiben"; laut den Experten sei diese gesellschaftliche Willensbildung in Österreich unbedingt notwendig, berichtete Haller. Das neue Gesetz bringe sowohl eine Stärkung der Kinderrechte als auch die Chance, daß in Zukunft weniger Väter ihre Kinder im Stich lassen und weniger Mütter die Kontakte zum Vater stören werden. Kinder sollen vor Egoismen von Vätern und Müttern mehr als bisher geschützt werden. Es sei derzeit in Österreich Handlungsbedarf gegeben, so die einhellige Meinung der Experten, denn im internationalen Vergleich stehe Österreich in der Frage der Obsorge beider Eltern nicht gut da. Gut sei auch die neue Verankerung der Besuchsrechte Dritter und auch die vorgesehene Besuchsbegleitung.

"Die SPÖ-Frauen und vor allem Ex-Ministerin Prammer entpuppten sich einmal mehr als Kämpferinnen gegen Familieninteressen, die nur "Frauenrechte" auf ihre Kinder einfordern", kritisierte Haller. Dabei gehe es doch um die volle Verantwortung beider Eltern gegenüber ihren Kindern. Die geplante österreichische Regelung sei sogar besser als das deutsche Gesetz, das dort seit 1.7.98 in Kraft ist, bestätigte der deutsche Experte Dr. Ulrich Deisenhofer, stv. Vorsitzender des Deutschen Familiengerichtstags. Trotzdem sei es in Deutschland schon zu überprüfbaren deutlichen Verbesserungen der nachteiligen Folgen von Scheidungen für Mütter, Väter und Kinder gekommen. (Schluß)

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