Sima zu EU-Atombericht: "Akzeptanz Österreichs wäre Skandal"

"Verschiebung von Treffen Zeman-Schüssel unannehmbar. Tschechische Regierung will Österreich vor vollendete Tatsachen stellen"

Wien (SK) "Ein echter Skandal" nach Ansicht von SP-Umweltsprecherin Ulli Sima wäre Österreichs Akzeptanz des gestern veröffentlichten EU-Atomberichts in Hinblick auf das AKW Temelin. Laut Aussagen des tschechischen Premiers Zeman hätten er und der österreichische Bundeskanzler Schüssel beim Temelin-Gipfel Ende Oktober vereinbart, den sogenannten WENRA-Bericht zu akzeptieren. "Der Bericht ist ein Freibrief für unsichere Atomkraftwerke und basiert zudem nicht einmal auf einer klaren Sicherheits-Überprüfung der Akws. Es ist nahezu unvorstellbar, dass Schüssel ein derartiges Zugeständnis gemacht hat." ****

An der Erarbeitung des EU-Atomberichts waren nach Angaben Simas nur Pro-Nuklearstaaten beteiligt: "Man braucht nicht viel Phantasie, um zu erahnen, in welche Richtung ein derartiges Dokument geht. Man will unsicheren Ostreaktoren ein Gütesiegel verpassen, ungeachtet des tatsächlichen Zustands", so Sima. Im Hinblick auf die Verschiebung des nächsten Treffens zwischen Zeman und Schüssel wundert sich die Umweltsprecherin über die Begründung von tschechischer Seite. "Die Terminverschiebung beweist einmal mehr, dass die tschechische Regierung vollendete Tatsachen schaffen will", kritisierte Sima. Sie fordert Bundeskanzler Schüssel auf, auf einen baldigen Termin zu drängen und auf eine Gesamt-Umweltverträglichkeitsprüfung für Temelin zu bestehen. (Schluss) ns/mp

Rückfragehinweis: Ulli Sima: 0664/23 063 67

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Tel.: (01) 53427-275

Pressedienst der SPÖ

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK/SPK