Sarottla-Lawine: Gas-Ex-Anlagen oder Lawinenwächter BILD

LSth. Gorbach: "Im Interesse der Sicherheit muss gehandelt werden"

St. Gallenkirch (VLK) - Bei einem von Landesstatthalter
Hubert Gorbach einberufenen Lokalaugenschein in St.
Gallenkirch wurden kürzlich Verbauungsmaßnahmen der Sarottla Lawine, die das größte Gefahrenpotenzial im Zuge der Gargellenerstraße (B 192) darstellt, besprochen. Zur
Diskussion steht der Bau von temporären Sicherheitsmaßnahmen
zur aktiven Auslösung von Lawinen, wie Gas-Ex-Anlagen oder Lawinenwächter, mit denen in Tirol und Vorarlberg schon sehr
gute Erfahrungen gemacht wurden. ****

Für eine große Verbauung in Form einer Lawinengalerie oder eines Tunnels ist mit Kosten von ca. 300 Millionen Schilling
(22 Millionen Euro) und Baubeginn frühestens im Jahr 2009 zu rechnen. Deshalb sollen als schnelle und kostensparende Übergangslösung im Abbruchgebiet der Lawine Einrichtungen installiert werden, die das laufende Absprengen der Lawine ermöglichen. Straßenbaureferent Gorbach: "Es gilt nun die besprochenen Maßnahmen in einem Projekt zu planen, Fragen zu
den Kosten, zum Betrieb und zur Wartung zu klären und die vorliegenden Erfahrungswerte zu überprüfen und
miteinzubeziehen."

Die Straßenbauabteilung des Landes wird daher zusammen mit
der Wildbach- und Lawinenverbauung noch im kommenden Winter
ein Projekt in Angriff nehmen um die Wirksamkeit
entsprechender Maßnahmen (Gas-Ex-Anlagen oder Lawinenwächter)
zu prüfen. "Nach Auffassung der Fachleute könnte das Risiko
eines Lawinenabganges und somit einer Sperre der B 192
deutlich reduziert werden", so Gorbach. Kostenschätzungen für
die geplanten Sicherheitsmaßnahmen belaufen sich auf ca. 15
bis 20 Millionen Schilling (1,1 bis 1,5 Millionen Euro).

Bei großen Lawinenabgängen in den Jahren 1984 und 1999
wurde die Bundesstraße auf mehreren hundert Meter Länge bis
zu zehn Meter hoch verschüttet. Landesstatthalter Gorbach:
"Damit so etwas nicht wieder vorkommt, muss im Interesse der Sicherheit jetzt gehandelt werden."
(bl/gw/gasser/dig,nvl)

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