Jarolim: Schäme mich für Schüssels Aussage gegenüber der Jerusalem Post

Schüssel sollte sein "geliebtes Schweigen" lieber im Ausland anwenden

Wien (SK) "Ich schäme mich für die Erklärung des Bundeskanzlers", sagte SPÖ-Justizsprecher Hannes Jarolim am Freitag hinsichtlich der "unerträglichen Aussage" Schüssel gegenüber der "Jerusalem Post", wonach Österreich "das erste Opfer des Naziregimes" gewesen sei, ohne den Umstand entsprechend zu erwähnen, dass im Gegensatz zu anderen annektierten Ländern in Österreich ein nicht unerheblicher Teil der Bevölkerung die Annexion sehr begrüßt hat. Die Äußerung Schüssels bedeute einen Rückschritt in den Beziehungen zu Israel und konterkariere die verantwortungsvolle Position, die der frühere Bundeskanzler Franz Vranitzky in seiner viel beachteten Stellungnahme 1993 eingenommen hat. Schüssel sei es nun gelungen, die seit damals gewonnene Reputation Österreichs ins Gegenteil zu verkehren. ****

Die gestrige Erklärung des Kanzlers zeige einmal mehr sehr deutlich, dass Schüssel das Format fehlt, entsprechend mit seiner Verantwortung umzugehen. Jarolim erinnerte in diesem Zusammenhang an die Beleidigungen Schüssels an der slowenischen Grenze in Richtung des slowenischen Staatspräsidenten. Es sei offensichtlich, dass die "Verhaiderung" Schüssel rasend schnell voranschreite. "Es wäre in diesem Fall besser gewesen, wenn Schüssel sein geliebtes Schweigen, das er bei den zahlreichen freiheitlichen verbalen Derbheiten und Skandalen an den Tag legt, auch im Ausland beibehalten hätte", sagte Jarolim abschließend. (Schluss) ps

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