Kollross: Akuter Lehrstellenmangel in Niederösterreich

Schluss mit dem sinnlosen Subventionieren der

"schwarzen Unternehmerklientel"!

Der Verbandsvorsitzende der Sozialistischen Jugend Österreich, und Landesvorsitzende der Sozialistischen Jugend Niederösterreich, Andreas Kollross,
macht auf den akuten Lehrstellenmangel in NÖ aufmerksam.

Wie die Zahlen des AMS NÖ zeigen, stehen per 31. Oktober 2000 den 649
vorgemerkten Lehrstellensuchenden nur 399 als offen gemeldete Lehrstellen
gegenüber. Zusätzlich haben sich weitere 476 Jugendliche für Lehrstellen
interessiert. In der Regel handelt es sich dabei um Jugendliche die derzeit das 9. Schuljahr absolvieren und sich bereits um einen Ausbildungsplatz umsehen.
Dieser Gruppe stehen nur 57 als nicht sofort verfügbare offen gemeldete
Lehrstellen gegenüber!

"Die Zahlen des AMS NÖ bedeuten, daß derzeit bereits 250 Suchende keine
Chance auf eine Lehrstelle haben. Wenn nicht sofort Gegenmaßnahmen ergriffen
werden, gesellen sich zu diesen in einigen Monaten über 400 weitere Jugendliche
hinzu! Angesichts dieser erschreckenden Daten sollte von den Verantwortlichen
eigentlich rund um die Uhr an Lösungen gearbeitet werden!," so Kollross wörtlich.

"Wo sind ihre Konzepte Herr Finanzlandesrat Sobotka, Herr Wirtschaftslandesrat
Gabmann, Herr Landeshauptmann Pröll? Mit ihrer Untätigkeit zeigen die
Verantwortlichen in der ÖVP NÖ einmal mehr ihr jugendfeindliches Gesicht. Pröll
soll sich weniger mit seiner Geburtshelferfunktion der "blauschwarzen
Skandalregierung" brüsten, und endlich für die Jugendlichen arbeiten," fordert
Kollross.

Es war die ÖVP, die in den vergangenen Jahren wirksame Strukturreformen im
Lehrlingsausbildungssystem verhinderte. Die seitens der ÖVP und Wirtschaftskammer favorisierte Politik - Milliarden an Steuergeldern in die Hände der Unternehmen zu legen damit diese Lehrlinge ausbilden - ist offensichtlich gescheitert.

Als Alternative fordert Kollross die Errichtung öffentlicher Lehrwerkstätten und die Einführung einer Strafsteuer für jene Betriebe die selbst keine Lehrlinge ausbilden, wirtschaftlich dazu aber in der Lage sind. Das sinnlose Subventionieren der "schwarzen Unternehmerklientel" mit Steuergeldern muss endlich aufhören," so Kollross abschließend.

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