Installateure: "Bei nur 1 % Gewinn ist nicht viel drin"

KV-Verhandlungen beginnen - BIM Kugler dämpft Erwartungen

Wien (PWK966) - Die bundesweiten Gehaltsverhandlungen der Metallgewerbe, darunter auch die Installateure, beginnen am kommenden Montag "mit einer nicht unerheblichen Hypothek, nämlich dem hohen Gehaltsabschluss der Metallindustrie" (3,7 % KV; 3,4 % Ist), dämpft Bundesinnungsmeister Wilfried Kugler bereits vor Beginn die Erwartungen. Unter Hinweis auf die vom Institut für Gewerbe- und Handelsforschung (IfGH) errechnete Ertragslage der heimischen Installateure (1998/99 durchschnittlich 1,12 % Umsatzrentabilität) deutet Kugler die Linie der Bundesinnung an: "Bei nur ein Prozent Gewinn ist nicht viel drin." Und überdies, so meint Kugler an die Adresse der Gewerkschaft Metall & Textil, "kann die Industrie bei einem überhöhten Abschluss jeden Zehntelprozentpunkt vom Personalstand wegrationalisieren - bei uns Installateuren geht das nicht." Überhöhte Abschlüsse gingen vielmehr auf die Substanz und gefährdeten damit nicht nur einzelne Arbeitsplätze, sondern ganze Betriebe, betont Kugler.

Im Detail errechnete das IfGH, dass die Umsatzrentabilität (Gewinn in Prozent des Umsatzes) 1998/99 vor Steuern durchschnittlich 1,12 % betrug. Kugler führt dies nicht zuletzt darauf zurück, dass "die meisten Unternehmer mehr als 40 Stunden pro Woche arbeiten". Für das kommende Jahr wird zwar mit einer leichten Erhöhung der Verkaufspreise um 1-2 % gerechnet, aber zugleich führt die Steigerung des Zinssatzes um 1 % zu einer Schmälerung des Gewinnes um 0,5 % und auch die individuellen Ersatzlösungen für das weggefallene EFZG werden mit etwa 1 % über den bisherigen Kosten eingeschätzt. Nicht zuletzt, so betont Kugler, sei auch zu berücksichtigen, dass die allgemeine Preislage der Branche stabil bis rückläufig sei, bei großvolumigen Bauten jedoch am gleichen Niveau wie vor zehn Jahren. Höhere Personalkosten könnten daher nur durch Einsparungen und Produktivitätssteigerung wettgemacht werden, hält die Bundesinnung fest. (MH)

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