EPCOR schließt weltweit größten transatlantischen Handel mit Treibhausgas-Emissionen ab

Edmonton (ots-PRNewswire) - EPCOR Utilities, Inc. und Fortum stellten heute das weltweit größte System für den Handel mit Zertifikaten für die Reduktion von Kohlendioxid-Emissionen vor. Der Erwerb von Zertifikaten für 50.000 Tonnen CO2 durch EPCOR wurde möglich, als Fortum, ein europäisches Energieversorgungsunternehmen, eines seiner finnischen Kraftwerke auf die Befeuerung mit Biomasse als Brennstoff umstellte.

Die Handelsware besteht in diesem Fall aus Zertifikaten, die im Jahr 2000 für die Reduzierung von Emissionen eingeführt wurden. Abgewickelt wurde das Geschäft von Natsource(r)LLC, einem New Yorker Brokerhaus, das sich auf die Vermittlung von Energie und umweltrelevanten Produkten spezialisiert hat. Die Zertifikate werden am 31. Januar 2001 auf EPCOR übergehen.

"Nach Überzeugung von EPCOR besteht der beste Weg zur Schaffung eines aktiven und effektiven Marktes für den Handel mit Emissionsrechten darin, anderen zu beweisen, dass so etwas mit Erfolg praktiziert werden kann, und zwar nicht nur auf nationaler Ebene oder gar nur in den USA, sondern international", so Don Lowry, Präsident und CEO von EPCOR Utilities, Inc. "Das Management von Treibhausgasemissionen ist eine globale Herausforderung, die von den Ländern, Unternehmen, Gemeinden und Verbrauchern nur in Kooperation zu meistern ist."

"Dieses Emissionsgeschäft mit EPCOR passt ausgezeichnet in unser Konzept des 'Learning by doing', das wir im Zusammenhang mit dem Klimaschutz verfolgen. Unsere Klima-Initiative, die wir zu Beginn dieses Jahres gestartet haben, beinhaltet sowohl Maßnahmen zum Klimaschutz an unseren eigenen Betriebsstätten als auch Aktivitäten zur Förderung des Handels mit Emissionsrechten. Dieser neue Vertrag verbindet beide Konzepte miteinander", so Heikki Niininen, Konzern-Vizepräsident des Bereichs "Climate and Emissions Trading" bei Fortum.

Das Zertifikat, das EPCOR durch diesen Handel für 50.000 Tonnen Kohlendioxidemissionen erhält, entspricht der Menge an Treibhausgasen, die eingespart würde, wenn man 50.000 Autos in aller Welt ein Jahr lang stilllegen würde.

"Diese Transaktion zeigt, wie der globale Markt für Treibhausgasemissionen in Zukunft funktionieren könnte", meinte Garth Edward, Broker bei Natsource. "EPCOR und Fortum haben gemeinsam strenge Standards für einen Kontrollmechanismus erarbeitet und dabei die Rechtsgrundlagen für internationale Transaktionen geprüft. Zugleich haben beide Unternehmen die Erkenntnis dafür geweckt, wie solide die Vorteile sind, die dieser Markt der Umwelt auf globaler Ebene bringen kann", berichtete Edward weiter. EPCOR hat die Zielvorgaben zur Reduktion von Treibhausgasen seit 1994 erfüllt oder übertroffen - durch innovative Programme, deren Spektrum von nachhaltigen Modernisierungsmaßnahmen an Gebäuden über den Verkauf von Flugasche und das Recycling von Holzmasten bis hin zur Gewinnung von Deponiegas reicht. Gewürdigt wurde die führende Rolle des Unternehmens auch vom kanadischen Voluntary Challenge Registry, als diese Initiative von Industrieunternehmen und Regierungsstellen EPCOR im Jahr 1999 gleich zwei Mal auszeichnete: mit dem VCR-Preis 1999 in Gold für die Erstellung von Berichten und mit dem Leadership Award 1999 in der Kategorie "Elektrizitätsversorger".

"Wir hoffen, dass die Definition von Vorschriften für den Handel mit Emissionsrechten zu den Themen gehören wird, die auf den Tisch kommen, wenn die Unterzeichnerländer nächste Woche auf der 6. Vertragsstaatenkonferenz der UN-Klimarahmenkonvention (COP6) ihre Verhandlungen aufnehmen", erwartet Dr. David Lewin, Senior Vice President im Bereich "Nachhaltige Entwicklung" bei EPCOR. "EPCOR unterstützt energisch die Entwicklung nationaler und internationaler Bestimmungen für den Handel mit Emissionsrechten." Der Vertragsstaatenkonferenz (Conference of the Parties, COP) gehören diejenigen internationalen Regierungen an, die 1997 am Entwurf des Kyoto-Protokolls beteiligt waren. Die COP6-Konferenz wird vom 13. bis zum 24. November in Den Haag stattfinden.

Hinweis für Nachrichtenredakteure und Online-Rechercheure:

Weitere Informationen zu den Umweltinitiativen von EPCOR sind auf der Website des Unternehmens http://www.epcor.ca zu finden. Der EPCOR-Umweltbericht "The Essential Balance" kann telefonisch angefordert werden bei Lynn Hutchings-Mah, Tel. (780) 412-3194.

EPCOR ist in der kanadischen Provinz Alberta beheimatet und verfügt über 2,8 Mrd. US-Dollar Aktiva. EPCOR erzeugt in Alberta eine elektrische Leistung von 1.782 Megawatt, betreibt Übertragungs- und Verteilungsnetze, errichtet und betreibt Wasserwerke und Abwasseraufbereitungsanlagen, unterhält das drittgrößte Wasserverteilungsnetz in Kanada und verkauft lebenswichtige Elemente - Strom, Wasser und Erdgas - an Kunden in ganz Kanada. EPCOR vermarktet außerdem kommerzielle Dienstleistungen im Bereich der Elektrizitätsversorgung, beispielsweise Deponiegasgewinnung, Straßenbeleuchtung und Erfassung von Strom- und Wasser-Abnahmemengen. Weitere Informationen zu EPCOR enthält die Firmen-Website http://www.epcor.ca.

Die Fortum Corporation wurde 1998 im Zuge des Zusammenschlusses der IVO Group (Strom und Wärme) und der Neste Group (Öl und Gas) gegründet. Fortum ist eines der führenden skandinavischen Energieversorgungsunternehmen und unterhält Aktivitäten in der gesamten Energiekette, von der Erzeugung über die Aufbereitung, Verteilung und Vermarktung von Öl und Gas bis zu Engineering, Vertrieb und Verteilung von Elektrizität und zur Erzeugung von Strom und Fernwärme. Ein Netz von mehr als 1.000 Service-Stationen erstreckt sich über Finnland, die Region St. Petersburg, die baltischen Länder und Polen. 1999 erwirtschafteten 14.000 Mitarbeiter einen Nettoumsatz von insgesamt 8,2 Mrd. US-Dollar. Die Fortum-Aktien werden an der Börse Helsinki gehandelt. Weitere Informationen zum Unternehmen sind im Internet auf der Fortum-Website http://www.fortum.com/ zu finden.

Natsource(r)LLC ist ein führendes Brokerhaus für Produkte auf dem Energiesektor und unterhält Aktivitäten auf den Märkten für Elektrizität, Erdgas, Kohle, Weather Hedging (Absicherung gegen wetterbedingte Schadensrisiken) und Emissionsrechte. Zum Kundenstamm des in New York ansässigen Unternehmens gehören weltweit mehr als 600 Unternehmen, die führend auf den Märkten Ver- und Entsorgung, Kohle, Öl und Erdgas sind, aber auch Investmentfirmen und Handelsbanken. Im Rahmen eines Joint Ventures mit Tullett & Toyko Liberty Plc ist Natsource in allen großen Finanzzentren rund um die Welt vertreten. http://www.natsource.com

Fakten zum Thema Handel mit Emissionsrechten

"EPCOR ist der Auffassung, dass die US-Regierung für einen effektiven Handel mit Emissionsrechten verbindliche Regelungen für den Handel verabschieden und für die zu handelnde Währung bürgen muss", meint David Lewin PhD, Vice President für Regierungs-, Umwelt-und Gesetzfragen.

Was ist Handel mit Emissionsrechten?

Der Handel mit Emissionsrechten ist ein marktorientiertes Hilfsmittel zur Bewältigung der Probleme des Klimaschutzes. Er stellt einen flexiblen Mechanismus zum Erreichen der Zielvorgaben bei der Reduktion von Treibhausgasen dar. So kann ein Unternehmen eine Überschreitung der ihm eingeräumten Emissions-Obergrenze durch Zukauf von Emissionsrechten kompensieren, die von einem anderen Unternehmen, das seine zulässige Obergrenze an frei gesetzten Treibhausgasen unterschritten hat, nicht in Anspruch genommen wurden. Umgekehrt kann ein Unternehmen Rechte für Emissionsreduktionen verkaufen, mit denen andere ihre Höchstgrenzen einhalten können.

Was ist unter einer Emissionsreduktion zu verstehen?

Die Emissionsreduktion stellt die Währung der gehandelten Ware dar. Der Wert der Emissionsreduktion errechnet sich aus den Kosten für die Reduzierung von Emissionen gegenüber einem vorgegebenen Referenzwert und wird in Tonnen gemessen.

Warum beteiligt sich EPCOR am Handel mit Emissionsrechten?

1. Um Praxiserfahrungen zu sammeln ("Learning by doing"). 2. Um die Wirksamkeit dieses Handelssystems zu demonstrieren. 3. Um die Entscheidungen von Regierungen und Politikern zu beeinflussen. 4. Um zur Schaffung von Handelsmodellen und zur Einführung einer Vertragssprache beizutragen. 5. Um zu einem fundamentalen Verständnis für die Preisbildung auf dem Markt für Emissionsrechte zu gelangen. 6. Um letztlich Marktmechanismen als ein Hilfsmittel für das Management von Treibhausgasemissionen zu nutzen.

Welches sind die Kriterien für eine Emissionsreduktion?

Alle Emissionsreduktionen müssen für eine Anerkennung folgende Kriterien erfüllen:

Real - Sie müssen das Ergebnis einer Maßnahme sein, die eine tatsächliche Verringerung der Emissionen bewirkt.

Messbar - Es muss möglich sein, das Ausmaß der Reduktion quantitativ zu erfassen.

Nachprüfbar - Die Emissionsreduktion muss durch Dritte kontrolliert werden.

Zusätzlich - Die Reduktion muss zusätzlich zu den Reduktionen erfolgt sein, die auf Grund von behördlichen Auflagen oder von Gesetzen vorgeschrieben sind.

Selbst erzielt - Die Emissionsreduktion muss unbestreitbar vom Verkäufer des Emissionsrechts erzielt worden sein.

Wird der Handel mit Emissionsrechten von der Regierung anerkannt?

Es muss klar sein, dass ein Emissionsrecht erst entsteht, wenn die Regulierungsinstanz (das wird höchstwahrscheinlich die Regierung sein) genehmigt hat, dass Zertifikate, die auf Grund eines Handels zustande gekommen sind, gegen eine gesetzliche Verpflichtung eingelöst werden können.

Welche Arten von Emissionsrechts-Transaktionen hat EPCOR schon getätigt?

EPCOR beteiligt sich an drei Arten von Handelssystemen für Emissionsreduktionen:

1. Bilaterale Transaktionen - Ein Makler handelt einen Handel zwischen einem Käufer und einem Verkäufer aus. EPCOR hat schon Transaktionen erfolgreich abgewickelt, die bis heute zum Verkauf von 70.000 Tonnen Emissionen geführt haben.

2. Warenaustausch - EPCOR gehört zu den Gründungsmitgliedern von KEFI Exchange, Inc. und der Internet-basierten Börse für Emissionrechtshandel in Alberta.

3. Joint Ventures - Über eine Non-Profit-Organisation, das Greenhouse Emissions Management Consortium (GEMCo), hat sich EPCOR an einigen größeren Transaktionen beteiligt, die zu Emissionsreduktionen von über 600.000 Tonnen geführt haben.

Wer betätigt sich noch als Händler?

Gegenwärtig handeln Unternehmen sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene Transaktionen für Emissionseduktionen aus. Regierungen sind im Allgemeinen nicht an Transaktionen beteiligt, allenfalls im Rahmen des "Clean Development Mechanism", einem Verfahren zur Anbahnung von Geschäften zwischen einem Industrie- und einem Entwicklungsland. Heute kann sich jeder, der Emissionsrechte kaufen will oder solche Rechte verkaufen kann, aktiv auf dem Markt für Emissionsrechtshandel betätigen. Nach wie vor sind Energieversorgungsunternehmen die bedeutendsten Marktteilnehmer.

Welchen Vorteil hat der Emissionsrechtshandel für die Umwelt?

Klimatische Veränderungen betreffen uns alle - weltweit. Dabei dürften vom Menschen verursachte Treibhausgasemissionen ein Faktor sein, der erheblich zu diesen Veränderungen beiträgt. Treibhausgase haben globale Auswirkungen, unabhängig davon, wo sie frei gesetzt werden. Daher führt eine Reduktion von Emissionen irgendwo auf der Welt zu einer Nettoreduktion der Gesamtemissionen. Der Handel mit Emissionsrechten ist somit eine globale Lösung für ein globales Problem.

ots Original Text Service: EPCOR
Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de

Rückfragen bitte an:
Lynn Hutchings-Mah, Corporate Affairs Manager bei EPCOR, Tel. (780) 412-3194; Heikki Niininen, Corporate Vice President des Bereichs "Climate and Emissions Trading" bei FORTUM, Tel. +358 (0) 10 45 29211;
Garth Edward, Makler für Treibhausgasemissionen bei Natsource(r)LLC, Tel. 212-232-5305

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