Baier (KPÖ) im Gedenken an das Novemberpogrom 1938: Niemals vergessen

Wien (OTS) - KPÖ-Vorsitzender Walter Baier erinnerte heute an die traurigen Ereignisse der Reichskristallnacht von 1938, bei der in Wien 42 Synagogen und jüdische Bethäuser zerstört und zahlose jüdische Geschäfte und Wohnungen geplündert wurden. Baier: "Die Novemberpogrom war eine wesentliche Station auf dem Weg des Nazifaschismus zum Völkermord. Auf die Nürnberger Rassengesetze und das Novemberpogrom folgte die industrielle Vernichtung von Millionen Menschen".

In der Zweiten Republik - so Baier - "trat an die Stelle einer offenen Auseinandersetzung mit der faschistischen Vergangenheit eine verlogene Konstruktion: Österreich, in dem es Opfer des Faschismus und WiderstandskämperInnen, wo es Nazi-Verbrecher und MitläuferInnen gab, wurde widerspruchsfrei als erster Opfer des Nationalsozialismus deklariert. Über die Verstrickung zahlreicher ÖsterreicherInnen in die Nazi-Verbrechen und über die historischen Wurzeln des Antisemitismus wurde ein Schleier des Schweigens gebreitet". Faschistische Eliten seien aus ihrer Verantwortung entlassen und in den kapitalistischen Wiederaufbau integriert worden, damit sie "an der politischen Ausgrenzung der WiderstandskämpferInnen, vor allem der KommunistInnen, mitwirken konnten".

Die gegenwärtige Zerschlagung des Sozialstaates bewirke "eine Zunahme rassistischer, antisemitischer und rechtsextremistischer Tendenzen in Europa. Politiker wie Haider, der meinte, daß im Dritten Reich eine ordentliche Beschäftigungspolitik gemacht wurde, finden immer mehr Zuspruch. Wobei jedoch wichtig ist wahr zu nehmen, daß Rechtsextremismus, Antisemitismus und Rassimus nicht an den Rändern, sondern in der Mitte der Gesellschaft, entstehen. Unser Motto muß mehr denn je lauten: Niemals Vergessen", so Baier.

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