APA bringt Klage gegen Freiheitlichen Pressedienst ein

Wegen Kreditschädigung und Ehrenbeleidigung - "Wir lassen uns nicht einschüchtern"

Wien (APA) - Die APA-Austria Presse Agentur wird gegen die FPÖ als Medieninhaber des Freiheitlichen Pressedienstes (FPD) eine Klage und einen Antrag auf Erlassung einer einstweiligen Verfügung einbringen. Grund dafür sind Unterstellungen und Verbalinjurien gegen einen APA-Journalisten, die am Dienstag vom FPD über den Originaltext-Service (OTS) verbreitet wurden. Die APA wird beim Handelsgericht Wien wegen Kreditschädigung und Ehrenbeleidigung gemäß § 1330 ABGB klagen.

"Mit den Angriffen gegen unseren Kollegen ist eine Grenze überschritten worden. Die APA lässt sich von niemandem unter Druck setzen", so APA-Geschäftsführer Wolfgang Vyslozil. APA-Chefredakteur Wolfgang Mayr zur Causa: "Wir lassen uns nicht einschüchtern, von wem auch immer. Inzwischen geht es längst nicht mehr nur um eine Meldung, sondern um die Grundlagen unserer Arbeit, um die unabhängige Nachrichtengebung der APA und letzten Endes um die Pressefreiheit in diesem Land. Die Angriffe waren in Wortwahl, Ton und Inhalt beispiellos."

In der FPD-Aussendung war von "völlig wirren Spekulationen der APA" rund um die Berichterstattung zum Sonderparteitag der FPÖ Kärnten die Rede. Weiters wurden Formulierungen wie "Lügen" und "journalistische Widerwärtigkeit" verwendet. Die APA hatte unter Berufung auf informierte Kreise berichtet, dass Kärntens Landeshauptmann Jörg Haider möglicherweise in die Bundespolitik zurückkehrt und die entsprechenden Personalbeschlüsse beim Sonderparteitag fallen könnten. Haider hat dies inzwischen in Interviews mit dem ORF-"Report" und der Info-Illustrierten "News" offen gelassen. "Alles ist offen", so Haider gegenüber "News".

Der Redaktionsbeirat und der Betriebsrat der APA haben unterdessen eine redaktionsinterne Unterschriftenaktion für ein entschlossenes Auftreten der APA gegen Interventionen gestartet, die breite Zustimmung fand. In der Redaktion der APA und bei dem vom FPD attackierten APA-Mitarbeiter sind darüber hinaus zahlreiche Solidaritätsadressen eingetroffen.

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