ÖGJ: Bedarfs- und zukunftsorientierte Ausbildung wichtiger denn je

Enquete im Rahmen der Jugendkampagne "Fight for your Future"

Wien (ÖGJ). "Auf dem Rücken der Jugendlichen werden Belastungspakete geschnürt, um der Wirtschaft Vorteile zu verschaffen", erklärte Albert Maringer, Vorsitzender der Österreichischen Gewerkschaftsjugend (ÖGJ) heute, Dienstag, bei einer Podiumsdiskussion anlässlich der Enquete "Die berufliche Zukunft der Jugend sichern". Maringer: "Nicht nur der Betrieb, auch der Jugendliche muss einen Nutzen aus seiner Ausbildung ziehen können." Es gebe sehr gute Ausbildungsbetriebe, so Rudolf Kaske, Vorsitzender der Gewerkschaft Hotel, Gastgewerbe, Persönlicher Dienst: "Aber ebenso drückt in vielen der Schuh."++++

Und Kaske weiter: "Alle tollen Betriebe in Ehren. Aber an den Pranger mit jenen, die entweder gar nicht ausbilden und dann laut schreien, wo sind die Fachkräfte und mit all jenen, die nichts für Qualität in der Ausbildung tun." Eine fundierte Grundausbildung und lebenslanges Lernen, so Maringer, müssen im Mittelpunkt stehen.

"Die Änderungen, die mit 1. September in Kraft getreten sind, zielen aber genau in die Gegenrichtung ab. Sei es die Ausweitung der Vorlehre auf bis zu drei Jahren, bei der der Jugendliche keine abgeschlossene Berufsausbildung hat, aber nun der Unternehmer entscheiden kann, wen er im Rahmen einer Vorlehre ausbildet, sei es die Verlängerung der Probezeit, die Verkürzung der Behaltezeit, das Aus für Stiftungen oder Schmalspurlehrberufe, die geschaffen wurden. All diese Änderungen bedeuten einen gewaltigen Rückschritt für die duale Berufsausbildung", so Maringer.

Von der heutigen Veranstaltung erwartet sich Maringer
konstruktive Gespräche mit der Wirtschaftsseite. "Sowohl die Wirtschaft als auch die Jugendlichen profitieren von mehr Qualität in der Berufsausbildung. Denn die Leistungsfähigkeit der österreichischen Wirtschaft hängt von der Qualität der Facharbeit, von den gut ausgebildetenheimischen Fachkräften ab." Und Maringer abschließend: "Zusätzlich gilt es sowohl bedarfs- als auch zukunftsorientierte Lehrberufe zu forcieren und zu schaffen." (aw)

ÖGB, 7. November 2000
Nr. 937

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