Verzetnitsch: Zur bildungspolitischen Diskussion zurückkehren

ÖGJ, ÖGB und AK-Enquete "Die berufliche Zukunft der Jugend sichern"

Wien (ÖGB). "Ich bin stolz ein Produkt der dualen Berufsausbildung zu sein", erklärte ÖGB-Präsident Fritz Verzetnitsch heute, Dienstag, anlässlich der gemeinsamen Enquete der Österreichischen Gewerkschaftsjugend (ÖGJ) , des ÖGB und der AK "Die berufliche Zukunft der Jugend sichern". "Die bildungspolitische Diskussion der vergangenen Wochen war keine Sachdiskussion mehr, sondern ganz nach dem Motto: Was nichts kostet, ist nichts wert", so Verzetnitsch. Man hätte den Eindruck, dass Ausbildung bisher von imaginären Personen und nicht vom Steuerzahler finanziert wurde.++++

Umso wichtiger, so Verzetnitsch sei es, die heutige Enquete durchzuführen. "Es geht um das Recht jedes jungen Menschen und das Recht der Bevölkerung auf uneingeschränkten Zugang zu Bildung." Es sei wichtig, so Albert Maringer, Vorsitzender der ÖGJ, das die Qualität der dualen Berufsausbildung weiter bestehen könne. "Mit stolz können wir heute sagen, dass die Facharbeiter in unserem Land zu den besten der Welt zählen. Sie sind der Motor einer funktionierenden Wirtschaft in Österreich. Die Leistungsfähigkeit der österreichischen Wirtschaft hängt von den heimischen Fachkräften ab", erklärte Maringer.

Erforderlich sei es auch, so der ÖGB-Präsident, dass die Jugendlichen in ihrer Ausbildung nicht zu sehr eingeschränkt werden und sprach damit den neu geschaffenen Lehrberuf des Gartenbaucenterlehrlings an. "Für die jungen Menschen ist es wichtig, ihnen ein möglichst großes Spektrum zu bieten", fordert Verzetnitsch. "Gerade der Mix aus Theorie und Praxis machen das Wissen der heimischen Facharbeiter so wertvoll", so Maringer.

Auch die Vorlehre sprach Verzetnitsch an. So müsse die Vorlehre wieder als das gesehen werden, wofür sie ursprünglich geplant war. Etwas anderes könne nicht im Interesse der heimischen Unternehmen sein. Verzetnitsch: "Die Jugend hat eine Zielsetzung. Unser Ziel ist es jene Meinungsführerschaft herzustellen, in der es um die Zukunft der Jugend geht - in einem vernünftigen Miteinander." (aw)

ÖGB, 7. November 2000
Nr. 934

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