Gasteinertal wieder auf dem Weg zum internationalen Bäderzentrum

Land fixiert Förderung für Bäderkonzept Gasteinertal / Schausberger: Anknüpfen an historische Bedeutung

Salzburg (OTS) - Bei einer Besprechung bei
Landeshauptmann Dr. Franz Schausberger heute,
Dienstag, 7. November, hat das Land Salzburg seinen
Anteil an der Umsetzung des Bäderkonzeptes
Gasteinertal fixiert. Es handelt sich konkret um zehn
Prozent der Gesamtkosten von 400 Millionen Schilling,
also 40 Millionen Schilling, die den drei Gemeinden,
Bad Gastein, Bad Hofgastein und Dorfgastein, als
Pauschalsumme zur Verfügung gestellt werden. Die
Gemeinden werden diesen Betrag im Verhältnis 25 (Bad
Hofgastein), zwölf (Bad Gastein) und drei
(Dorfgastein) Millionen Schilling aufteilen. Die
Vertreter der drei Gemeinden, Bürgermeister und
Geschäftsführer der Kur- und Bädergesellschaften
sprachen von einem sehr guten Angebot des Landes, das
eine wesentliche Voraussetzung für die Umsetzung des Bäderkonzeptes ist, und dankten Landeshauptmann Dr.
Franz Schausberger und Finanzreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Wolfgang Eisl für das Entgegenkommen.

Das große Engagement des Landes zur Neugestaltung der Bäderlandschaft im Gasteinertal sei auch vor dem
Hintergrund der großen historischen Bedeutung, die das
Wasser und der Thermen- und Kurtourismus im
Gasteinertal gespielt habe, zu sehen, erklärte
Landeshauptmann Dr. Franz Schausberger zu der heute
erzielten Einigung. Damit könne das Gasteinertal
wieder an seine frühere internationale Bedeutung als
"attraktive Wasserregion" anschließen und zum
internationalen Treffpunkt werden.

Voraussetzung für dieses Ergebnis war eine auch vom
Landeshauptmann mitbetriebene gemeinsame Verständigung
der drei Gemeinden auf ein Konzept, mit dem die
Bäderlandschaft im Gasteinertal neu gestaltet werden
soll. Dieses Konzept wurde von der
Tourismusberatungsfirma Kohl und Partner ausgearbeitet
und Anfang Mai dieses Jahres präsentiert. Die Studie
geht davon aus, dass das Gasteinertal neue Zielgruppen
erschließen müsse, um seinen Stellenwert als
Tourismusregion zu erhalten und auszubauen. Das Tal
habe mit der Einigung der Gemeinden auf das
Bäderkonzept die Chance, sich als alpine Thermenregion
mit hohem Erlebnis- und Gesundheitswert neu zu
positionieren, meinten Schausberger und Eisl
übereinstimmend. Vor allem sollen sich die Gemeinden
dabei nicht gegenseitig konkurrieren, sondern mit ganz unterschiedlichen "Produkten" gemeinsam verschiedene
Zielgruppen ansprechen. Das Land hat seinerzeit die
Erstellung der Studie für ein Bäderkonzept für das
Gasteinertal aus Beiträgen der Wirtschafts- und
Tourismusförderung finanziell großzügig unterstützt.

Felsenbad- und Marmortherme

Im Bäderkonzept wird eine Neugestaltung aller drei
Bäder mit klaren Einzelprofilen empfohlen:

- Das Felsenbad Bad Gastein soll zum "Gasteiner
Felsenbad" mit Felsendom, somit dem größten Sauna-
Dampfbad der Alpen umgestaltet werden.

- Der Thermentempel Bad Hofgastein soll zur "Gasteiner
Marmortherme" mit dem längsten Strömungskanal Europas
werden.

- Das Solarbad in Dorfgastein soll renoviert und unter
Beibehaltung des Namens zum "Gasteiner Solarbad", dem
besten Sonnenbad Salzburgs, ein klar profiliertes
Freibad mit Saunaanlage zur Abdeckung des lokalen
Bedarfes, insbesondere der Familien, sein.

Insgesamt werden die voraussichtlichen
Investitionskosten rund 400 Millionen Schilling
betragen, davon 250 Millionen für Bad Hofgastein, 120
Millionen für Bad Gastein und 30 Millionen Schilling
für Dorfgastein. Es wird mit einer Besucherfrequenz
von 415.000 bis 460.000 Besuchern gerechnet. Um das
vorhandene Know-how im Gesundheits- und
Thermentourismus betriebswirtschaftlich bestens zu
nützen wurde in der Studie auch die Zusammenführung
des Managements der drei Badeanlagen in einer
Gasteiner Bäder Gesellschaft empfohlen, wobei mit
einem Umsatz von rund 80 bis 85 Millionen Schilling
gerechnet wird.

Analyse der bestehenden Thermenanlagen

Das Gasteinertal zählt mit rund 16.000 Gästebetten und
rund zwei Millionen Gästenächtigungen pro Jahr zu den
führenden Tourismusregionen in Österreich, wobei die
touristische Infrastruktur im Prinzip gut ausgebaut
ist. Eine Analyse der bestehenden Thermenanlagen zeigt
aber, dass

  • sie im Vergleich zu den Mitbewerbern speziell in der Bäder- und Energietechnik veraltet und damit im Betrieb sehr teuer sind,
  • die Attraktivität mit Mitbewerberanlagen nicht mehr Schritt halten kann,

- die Auslastung der Thermenanlagen zu 70 bis 75
Prozent über Gäste des Gasteinertales bestritten wird
und 54 Prozent der Besucher die Anlagen im Winter
frequentieren,

- die 20 bis 30 Jahre alten Thermenanlagen und das
rund 20 Jahre alte Solarbad in Dorfgastein in ihrer
Attraktivität als nicht mehr zeitgemäß einzustufen
sind,

- in Anbetracht der immer stärker werdenden
Konkurrenz, der aktuellen Trends und Marktentwicklung
im Gesundheitstourismus und auf Grund der gegebenen
Imagenachteile des Tales im Thermen- und
Wellnesstourismus ein neuer Impuls und eine
abgestimmte Neugestaltung nötig ist und

- das Tal sehr gute Basisvoraussetzungen für einen
erfolgreichen Thermentourismus besitzt.

An der Besprechung mit Landeshauptmann Franz
Schausberger und Finanzreferent Wolfgang Eisl nahmen
die Bürgermeister der drei Gemeinden, Manfred Gruber,
Lang und Harlander, sowie die Geschäftsführer der Kur-
und Bädergesellschaften teil.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Dr. Roland Floimair
Tel.: (0662) 80 42 / 23 65

Landespressebüro Salzburg

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SBG/SBG