Mountainbiken: Expertenhearing im Parlament bestätigt partnerschaftlichen Weg.

Zwangsöffnung kontraproduktiv

Wien (OTS) - Eine hochkarätige Expertenrunde aus den Bereichen Sport, Recht und Forstwirtschaft stand dem parlamentarischen Sportausschuß vergangene Woche für eine Diskussion zum Thema Mountainbiken auf Forststraßen zur Verfügung. Eindeutiger Tenor: Der eingeschlagene Weg der vertraglichen Schaffung von Mountainbikerouten mit derzeit 16.000 km Länge ist eine österreichische Erfolgsstory und befriedigt Sport-, Tourismus-, Naturschutz- und Forstinteressen gleichermaßen.****

Insbesondere die Rechtsexperten wiesen auf die umfassenden legistischen Probleme bei einer Zwangsöffnung hin. Mit Überraschung nahm man zur Kenntnis, daß in Bayern große Gebiete für das Mountainbiken auf Grund des Naturschutzgesetzes gesperrt sind und daher dort von einer generellen Freigabe keine Rede sein kann. Überhaupt wurde deutlich, daß die Forderung nach völliger Zwangsöffnung dem Naturschutz und den Wildtieren Leid zufügt, da dann kaum noch Rückzugsräume verbleiben.

Mit großer Sorge sehen auch die etwa 9.400 Arbeitnehmer im Forst die Öffnungsforderung, da sie an ihrem Arbeitsplatz in unkalkulierbare Unfälle und Haftungsrisiken schlittern würden. Bei diesem Expertenhearing konnten alte Irrtümer ausgeräumt werden. So wurde klargestellt, daß Forststraßen nur zu 2 % mit öffentlichen Geldern errichtet sind und größere Forstbetriebe bis zum EU Beitritt überhaupt keine Wegeförderungen erhielten. Weiters belegten die aktuellen Tourismusdaten, daß es nur auf die professionelle Ausgestaltung der Radrouten ankommt und die Zwangsöffnung kein nennenswerter Faktor ist.

Im Gegenteil: In Zeitschriften und im Internet wird Österreich als Bike Eldorado gehandelt, wie die Austragung der Amateur WM im vergangenen Jahr in Saalbach belegt.

"Es ist erfreulich, daß der partnerschaftliche österreichische Wege die Mountainbikefrage gelöst hat und eine gesetzliche Zwangsregelung und Bevormundung von Bürgern nicht notwendig ist" faßt der Präsident des Hauptverbandes der Land- und Forstwirtschaftsbetriebe Österreichs, DI Stefan Schenker, das Ergebnis des Parlamentshearings zusammen.

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