FPD: SPÖ ist Rekordhalter beim Ministerwechsel

Acht Minister für vier Ressorts in nicht einmal einem Jahr

Wien, 2000-11-06 (fpd) - Auch wenn es die Genossen nicht wahrhaben wollen: Einsamer Rekordhalter, was den Wechsel von Ministern betrifft, bleibt nach wie vor die SPÖ. Unter der Kanzlerschaft Franz Vranitzkys erreichte die Fluktuation in den Ministerbüros bis dahin ungeahnte Ausmaße. Besonders rege war das Kommen und Gehen im Jahr 1995: Damals wurden innerhalb von elf Monaten gleich vier SPÖ-Minister ausgetauscht: Ferdinand Lacina, Johanna Dohnal, Franz Löschnak und Josef Hesoun wurden ersetzt durch Andreas Staribacher (der es wiederum nur bis Anfang 1996 aushielt), Helga Konrad, Caspar Einem und Franz Hums. Acht Minister für vier Ressorts in nicht einmal einem Jahr also.

Wir dürfen dazu auch einen damaligen Artikel aus "Die Presse" vom 15.6.1996 zitieren:

"Die Skurrilitäten häuften sich im Laufe der Jahre: Im ersten Kabinett folgte Harald Ettl als Beamten- und Gesundheitsminister Franz Löschnak, der 1989 Karl Blecha als Innenminister ablöste, weil dieser im "Lucona"-Strudel unterging. Anfang 1992 mußte Ettl gehen, um Michael Ausserwinkler als Gesundheitsminister Platz zu machen, der wiederum auch nur eine kurze und extrem glücklose Amtszeit hinter sich brachte, bevor er zurück nach Kärnten ging. Unterrichtsministerin Hilde Hawlicek wurde plötzlich und ohne Vorwarnung durch Vranitzkys früheren Sekretär Rudolf Scholten ersetzt. Dem tödlich verunglückten Sozialminister Alfred Dallinger wiederum folgte Walter Geppert - einer der nicht seltenen personellen Fehlgriffe Vranitzkys. Den letzten dieser Art hatte sich der SP-Chef mit der Berufung von Andreas Staribacher zum Finanzminister geleistet, an dessen Inkompetenz unter anderem sogar das Kabinett Vranitzky IV nach nur einem Jahr scheiterte."

Insgesamt schaffte es Vranitzky, mehr als zwanzig Minister und Staatssekretäre zu verbrauchen, eine stolze Leistung, die bis heute nicht ihresgleichen hat und zu der man nur "gratulieren" kann. (Schluß)

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