Studie belegt, dass Kürzungen im Bildungsbereich frauenpolitischer Wahnsinn sind

Wien (SK) "Die Zahlen der AK-Studie belegen, dass Ausbildung und eigenständige Erwerbstätigkeit von Frauen in engem Zusammenhang stehen. Umso einschneidender sind vor diesem Hintergrund die Kürzungen der Regierung im universitären Bereich und beim beruflichen Wiedereinstieg zu sehen. Das ist frauenpolitischer Wahnsinn", kommentierte die Vorsitzende der Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen im ÖGB, Erika Nussgraber-Schnabl die heute veröffentlichte Studie der AK-Wien: "Qualifikation und Erwerbsarbeit von Frauen von 1970-2000 in Österreich". ****

"Die Streichung der Bildungskarenz im Anschluss an die Karenz bedeutet eine massive Schlechterstellung für Wiedereinsteigerinnen. Das ist der zweite Schritt, den die Regierung zum Ausstieg vom beruflichen Wiedereinstieg von Frauen gesetzt hat. Der erste Schritt war die Abschaffung der Kindergartenmilliarde", erläuterte Nussgraber-Schnabl und forderte "den Ausbau, nicht den Abbau" entsprechender Rahmenbedingungen, die den Frauen die Vereinbarkeit von beruflicher Aus- und Weiterbildung mit der Kinderbetreuung ermöglichen. "Die Möglichkeit, Weiterbildungsangebote anzunehmen steht und fällt für viele Frauen mit dem Angebot an Kinderbetreuungseinrichtungen."

Als "massiv gegen Frauen gerichtet" sieht Nussgraber-Schnabl auch die Wiedereinführung der Studiengebühren. "Gerade die Abschaffung der Studiengebühren durch die SozialdemokratInnen hat zu einem Bildungsschub von Frauen geführt. Jetzt ist wieder zu befürchten, dass junge Frauen den Kürzeren ziehen, wenn in der Familie die Frage gestellt wird, wer eine höhere Ausbildung genießen soll, der Sohn, oder die Tochter."

Weiters forderte Nussgraber-Schnabl betriebliche Frauenförderpläne mit Karriere- und Laufbahnprogrammen, sowie den Ausbau des Gleichbehandlungsgesetzes für die Privatwirtschaft, eine größere Sensibilisierung der Mädchen und Eltern bereits in der Schule für nichttraditionelle und technische Berufe und eine Anpassung der Weiterbildungszeiten an die beruflichen Gegebenheiten. "Damit auch SchichtarbeiterInnen die Möglichkeit zur Weiterbildung und besseren Qualifikation haben", so Nussgraber-Schnabl abschließend. (Schluss) se/mm

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