Grenzblockaden: Transporteure befürchten "Retourkutsche"

Bereits jetzt schleppende Abfertigung an offenen Übergängen -Moser zu Protesten: "Dieser Spuk muss ein Ende haben"

Wien (PWK948) - Bei einer Fortdauer der Grenzblockaden zur Tschechischen Republik befürchtet die heimische Transportwirtschaft Retorsionsmaßnahmen auf tschechischer Seite gegenüber den österreichischen Frächtern. Dies würde die Situation für die heimischen Transporteure weiter verschlimmern. Bereits jetzt erleiden die Frächter, wie eine jüngst durchgeführte Erhebung ergibt, durch die Grenzblockaden einen Verlust von rund neun Millionen Schilling pro Tag.

Anzeichen für eine befürchtete "Retourkutsche‘" auf tschechischer Seite sieht der Vorstand des Fachverbandes Güterbeförderung und Vizepräsident der Wirtschaftskammer Österreich, Komm.Rat Adolf Moser, darin, dass bereits jetzt an den wenigen offenen Grenzübergängen auffallend schleppend abgefertigt wird. "So kann und darf es nicht weitergehen. Dieser Spuk muss jetzt endlich einmal ein Ende haben. Gefragt ist Gesprächsbereitschaft", mahnt Moser die Demonstranten, die ohnehin angespannte Situation durch einseitige Aktionen nicht noch weiter zu belasten.

Würdigung für Infrastrukturminister Schmid

Im Zusammenhang mit dem Rücktritt von Infrastrukturminister Michael Schmid sagte Vizepräsident Moser, "wir respektieren den persönlichen Entschluss von Herrn BM Michael Schmid, aus der Politik auszuscheiden. Schmid hat in seiner bisherigen Amtszeit trotz aller Emotionen, die zu seinem Stil gehören, die Verkehrspolitik entideologisiert und versachlicht. Minister Schmid hat in der Öffentlichkeit deutlich gemacht, dass Verkehrspolitik mehr ist als nur Straßen- und Eisenbahnen zu bauen. Er war kein verkehrspolitischer Visionär, wie viele seiner Vorgänger, und er war immer gesprächsbereit. Sein Nachfolger wird daran gemessen werden, ob diese Sachpolitik fortgesetzt wird". (hp)

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