Sima zu illegalem Genmais in Tortilla-Chips: "Dringender Handlungsbedarf für neuen Gentech-Minister Haupt."

"Offenlegung aller Lebensmittelsünder ist überfällig!"

Wien (SK) "Dringenden Handlungsbedarf" für den neuen Gentechnik-Minister Herbert Haupt sieht SPÖ-Umweltsprecherin Ulli Sima anlässlich der heute bekanntgewordenen illegalen Gen-Maisfunde in Tortilla-Chips in Österreich. "Der jetzige Fund beweist wieder einmal, wie skrupellos die Gentechnik-Firmen agieren. Sie besitzen keine Zulassung für ihre Gen-Produkte und jubeln sie den ahnungslosen Konsumenten einfach unter. Die Bevölkerung ist dieser Vorgangsweise schutzlos ausgeliefert. Minister Haupt muss dem endlich einen Riegel vorschieben und die gesetzlichen Maßnahmen endlich drastisch verschärfen", fordert Sima Montag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. ****

"Haupt kann nun gleich beweisen, wie ernst es ihm mit seinem beim Amtsantritt angekündigten "konsumentenfreundlichen" Vorgehen ist", so Sima. Die Umweltsprecherin fordert ein strenges Lebensmittelgesetz:
"Ich habe schon vor Monaten im Parlament eine Novelle zum Lebensmittelgesetz eingebracht, im Zentrum derer eine Offenlegung aller Lebensmittel-Sünder steht", so Sima. Dabei geht es um die dringend überfällige Veröffentlichung der Firmen, die wiederholt gegen einschlägige Kennzeichnungsbestimmungen verstoßen haben. "Beim kommenden Gesundheitsausschuss am 16. November kann Minister Haupt erstmals unter Beweis stellen, ob er wirklich auf der Seite der Konsumenten steht", so Sima. "Die über 1,2 Millionen Unterschriften beim Gentechnik-Volksbegehren gegen Gentechnik in Lebensmitteln sind auch für den neuen Gentech-Minister ein klarer Handlungsauftrag", so Sima.

Der jetzige illegale Genfund ist laut Angaben der Umweltsprecherin kein Einzelfall. Sima erinnert an das kontaminierte Saatgut, das im Frühjahr in Österreich für Aufregung gesorgt hat. Auch dieses hatte keine Zulassung. "Die Vorgangsweise der Gentech-Industrie hat offensichtlich System. Sie stellt die Konsumenten permanent vor vollendete Tatsachen."

Umweltschützer hatten europaweit Lebensmittel auf illegale gentechnisch manipulierte Bestandteile getestet und sind in 25 Prozent fündig geworden. Bei dem in den Tortilla-Chips entdecktem Gen-Mais handle es sich um ein Produkt aus dem Hause Monsanto, der weder über eine EU-Marktzulassung noch über eine Zulassung gemäss der Novel Food-Richtlinie hat. "Minister Haupt ist auch auf EU-Ebene gefordert. Er muss Verbündete unter den genkritischen Ländern suchen und Österreichs Vorreiterrolle im Kampf gegen Gentechnik in Lebensmitteln und Landwirtschaft entschieden vorantreiben", so Sima abschließend. (Schluss) ns/mm

Rückfragehinweis: Ulli Sima, Tel. 0664/23 063 67

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