HGPD-Kaske: "Verhandlungen zum Arbeitslosengeld enttäuschend"

Saisonverlängerungsmodell gescheitert

Wien (HGPD/ÖGB). "Da hätte die Regierung mit der Sozialpartnerschaft gemeinsam Geburtshelferin eines profitablen Saisonverlängerungsmodell sein können," reagiert der Vorsitzende der Gewerkschaft, Hotel, Gastgewerbe, Persönlicher Dienst (HGPD), Rudolf Kaske, empört auf die am Freitag gescheiterten Verhandlungen über die Wartefrist fürs Arbeitslosengeld: "Statt dessen hält diese Regierung an ihrer Abzockermentalität gegenüber ArbeitnehmerInnen einer benachteiligten Branche fest."++++

"Spätestens nach der letzten Verhandlungsrunde vergangenen Freitag war klar, dass es der Regierung nicht um Sachlösungen zur Saisonverlängerung geht, wie von den Sozialpartnern vorgeschlagen, sondern um einseitige Maßnahmen gegen ArbeitnehmerInnen, die bereits jetzt 31 Prozent weniger als DurchschnittsösterreicherInnen verdienen", erklärt Kaske.

Der HGPD-Vorsitzende weiter: "Bundesminister Bartenstein wollte von uns eine Art Generalvollmacht, um bereits Ende der kommenden Wintersaison eine Verordnungsermächtigung "zur Zielerreichung" erlassen zu können. Das hätte bedeutet, dass künftig Überstunden, die die KollegInnen während der Saison leisten, verpflichtend angerechnet werden. Und als ob das nicht genug wäre, wollte er auch noch das Arbeitslosenversicherungsrecht für TourismusarbeiterInnen verschlechtern.

Die Folgeanwartschaft soll von 26 auf 28 Wochen verlängert werden. "So nicht, Herr Minister," empört sich Kaske: "Zumal 5 Milliarden Schilling Überschuss in der Arbeitslosenversicherung einen Justamentstandpunkt wie diesen nicht rechtfertigen." Der Tourismusgewerkschafter fragt sich auch, wo die FPÖ bleibe, die in den letzten Wochen doch immer wieder versucht habe, das Sozialpartnermodell als das ihre zu verkaufen.

Kaske abschließend: "Jetzt werden wir erst einmal die KollegInnen im Tourismus darüber informieren, wie diese Regierung mit ihnen umspringt - dass hier eine Berufsgruppe im Regen stehengelassen wird, zeigt sehr gut, wie viel dem Tourismusland Österreich diejenigen wert sind, die unsere guten Ergebnisse in dieser Branche erwirtschaftet haben." (hk)

ÖGB, 6. November 2000
Nr. 923

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