Wieder 18 Tote: Ministerwechsel darf Verkehrssicherheit nicht bremsen

18 Verkehrstote in der vergangenen Woche - KfV fordert Taten und Umsetzung der StVO-Novelle

Wien (OTS) - Die Feiertage haben wieder einmal ihren Tribut gefordert: 18 Menschen wurden vergangene Woche auf Österreichs Straßen getötet, 8 davon am Wochenende. Unangepaßte Geschwindigkeit hat 8 Menschen das Leben gekostet. "Viele dieser Unfälle könnten verhindert werden", nimmt Dr. Othmar Thann, Direktor des Kuratorium für Verkehrssicherheit, zu diesen Zahlen Stellung. "Die Verkehrsunfallstatistik zeigt, daß sich die Einführung von Strafen bzw. deren Erhöhung massiv auf die Verkehrssicherheit auswirkt. Eine Erhöhung der Mindeststrafen für Raser könnte die Situation auf unseren Straßen deutlich verbessern."

Probleme: zu wenig Abstand, zu hohe Geschwindigkeit
Das ist die tödliche Mischung, die für viele Unfälle verantwortlich ist: Zu wenig Abstand, gepaart mit (zu) hohem Tempo. In so einer Situation genügt ein kleiner Fahrfehler, eine kurze Unaufmerksamkeit, und jegliches Brems- oder Ausweichmanöver kommt zu spät.

Im Ortsgebiet kann überhöhte Geschwindigkeit das Todesurteil für Fußgänger bedeuten. Allein letzte Woche kamen 6 Fußgänger ums Leben. Geschwindigkeitsmessungen ergeben, daß sich nur 45% der Autofahrer im Ortsgebiet an die 50 km/h-Beschränkung halten, bei Tempo 30 sind es gar nur 23%! "Die Verminderung des hohen Risikos der ungeschützten Verkehrsteilnehmer ist uns ein besonderes Anliegen", betont KfV-Direktor Dr. Thann.

"Rücksichtnahme und Toleranz von seiten der Motorrad- und Autofahrer ist im Ortsgebiet besonders wichtig, denn 10 km/h können hier über Tod oder Leben entscheiden."

Bewußtseinsbildung ist in diesem Bereich besonders wichtig, darum hat das KfV im heurigen Jahr österreichweit PR-Aktionen zum Thema "Brems dich ein" gestartet.

Die Unfallbilanz der Vorwoche: 18 Tote bei 18 Unfällen, davon 8 zum Wochenende

Bei den tödlichen Verkehrsunfällen in der vergangenen Woche verloren 8 PKW-Insassen (davon 6 Lenker), 1 Motorrad-Lenker, 1 Bus-Insasse, 1 Moped-Lenker, 1 Radfahrer und 6 Fußgänger ihr Leben. Als vermutliche Hauptunfallsursachen dieser tödlichen Verkehrsunfälle mußten nicht angepaßte Fahrgeschwindigkeit (8), Vorrangverletzung (1), Überholen (2), Unachtsamkeit (1), Übermüdung (1), Sonstige (1) und Fehlverhalten Fußgänger (3) festgestellt werden. Bei einem Verkehrsunfall konnte die Ursache bisher nicht ermittelt werden. 3 Fußgänger kamen durch Fremdverschulden ums Leben. 7 der 18 Verkehrsunfälle mit tödlichem Ausgang waren sogenannte "Alleinunfälle". 2 tödlich verletzte Fahrzeuginsassen waren nicht angegurtet.

Vom 1. Jänner bis zum 5. November dieses Jahres gab es damit auf dem österreichischen Straßennetz vorläufig 811 Verkehrstote, (30-Tages-Fristabgrenzung bis Ende Juni berücksichtigt), im Vergleichszeitraum des Vorjahres verunglückten nach endgültigen Zahlen 922 Menschen tödlich, im Jahr 1998 (bisher statistisches Bestjahr) waren es bis dato 813.

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