LR Knotzer: 50 Jahre LBS Lilienfeld - eine gute Lehrlingsausbildung von heute ist das gesellschaftspolitische Kapital von morgen

Scharfe Kritik am Verzicht auf Lehrlingsstiftungen und Berufslehrgänge

St. Pölten, (SPI) - "50 Jahre Landesberufsschule Lilienfeld sind 50 erfolgreiche Jahre im Dienste der Ausbildung junger Menschen. Eine gute Lehrlingsausbildung von heute ist das gesellschaftspolitische Kapital von morgen, ist der Wohlstand künftiger Generationen und die wirtschaftspolitische Konkurrenzfähigkeit Österreichs im globalen Wettbewerb", so der für die NÖ Berufsschulen zuständige LR Fritz Knotzer im Rahmen des heutigen Festaktes aus Anlass des 50jährigen Bestandsjubiläums der LBS Lilienfeld.****

1.200 Schülerinnen und Schüler erhalten seit dem Jahr 1950 in Lilienfeld eine hervorragende Ausbildung für ihren Beruf. Rund die Hälfte der Lehrlinge erlernen den Beruf des Malers und Anstreichers, Bodenleger, Platten- und Fliesenleger, Sattler sowie Dekorateur und Tapezierer werden ebenso in Lilienfeld gelehrt. Die Schule wurde im Jahr 1950 im Stift Lilienfeld gegründet, im Jahr 1960 übersiedelte man in den sogenannten ‚Berghof‘, der vom Land Niederösterreich angekauft wurde. Die Räumlichkeiten des Stifts erwiesen sich letztlich für den Lehrwerkstättenbetrieb als ungeeignet. In drei Ausbaustufen, 1969, von 1983 bis 1988 sowie von 1995 bis 1998 wurde die Berufsschule kontinuierlich ausgebaut und modernisiert. 1969 war - durch die Unterbringung der Schihauptschüler im Schülerheim der Berufsschule - auch die Gründung der Schihauptschule Lilienfeld möglich.

"In den nächsten 5 Jahren werden rund 880 Millionen Schilling in die Modernisierung und Erweiterung der Niederösterreichischen Landesberufsschulen investiert. Dieser Erneuerungs- und Technologieschub reicht von der Schaffung von Laboratorien über die Sanierung von Gebäuden bis hin zur Neuerrichtung von Schülerheimen. Ausbildung, Qualifikation und Weiterbildung werden zu immer wichtigeren Grundvoraussetzungen der Berufswelt. Österreich kann im internationalen Wettbewerb seit jeher mit gut ausgebildeten und motivierten Arbeitnehmern aufwarten, die rasanten Entwicklungen der letzten Jahre erfordern aber sicher auch Umstrukturierungen im Ausbildungsbereich. Das Land Niederösterreich stellt nicht zuletzt mit seinen Investitionen die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft", so Knotzer weiter.

Scharfe Kritik übt LR Knotzer an der von der Bundesregierung beschlossenen Streichung der Lehrlingsstiftungen. Knotzer: "Für Jugendliche, die keine Lehrstelle finden und bisher eben Aufnahme in den Stiftungen bzw. Lehrgängen gefunden haben, bedeutet dies ganz klar, dass sie ohne Beruf und Einkommen auf der Straße stehen." Wenn die Unternehmer zu wenige Lehrstellen anbieten, muss die Regierung für einen entsprechenden Ersatz sorgen. Kein Lehrplatz für einen Jugendlichen bedeutet auch weniger Chancen, eine längere Ausbildung -und letztlich eine große persönliche Belastung für einen jungen Menschen, der ins Berufsleben eintreten will. Wir brauchen aber auch dauerhafte Lösungen: überbetriebliche Ausbildung, wieder Lehrlingsstiftungen und eine Berufsfachschule. "Allein in NÖ haben rund 300 Jugendliche bisher keinen Lehrplatz gefunden. Wir dürfen diese jungen Menschen nicht im Stich lassen. Die Lehrlingsstiftungen müssen wieder aufleben", so LR Fritz Knotzer.
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