OeNB - Erfolge und Zukunft des JVI

In Anbetracht der großen Erfolge des Joint Vienna Institute (JVI) möchte Österreich den Fortbestand des internationalen Ausbildungszentrums auch nach 2004 sichern.

Wien (OTS) - Das JVI ist ein Ausbildungsinstitut speziell
für Beamte und staatliche Experten aus Reformländern, für die wirtschaftspolitische Seminare und Fachkurse veranstaltet
werden. Fünf internationale Organisationen - die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), die Europäische Bank
für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD), die Internationale
Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (Weltbank), der Internationale Währungsfonds (IWF) und die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) -
gründeten das JVI 1992 zusammen mit dem österreichischen Finanzministerium und der Oesterreichischen Nationalbank
(OeNB). Die Welthandelsorganisation (WTO) trat 1999 als sechste internationale Trägerorganisation hinzu.

  • Das Schulungsangebot des JVI ist auf Grund seiner Praxisorientierung konkurrenzlos - die Vortragenden kommen aus den internationalen und österreichischen Trägerorganisationen und vermitteln Erfahrung aus erster Hand bei der Konzeption und Umsetzung von wirtschafts- und finanzpolitischen Maßnahmen.
  • Bis Mitte 2000 haben mehr als 12 000 Teilnehmer an JVI- Kursen vom Lehrprogramm und vom Networking mit ihren Amtskollegen in anderen Reformländern profitiert.
  • Studien zeigen, dass 80% aller Kursteilnehmer innerhalb nur eines Jahres nach der Schulung befördert werden. Die Befragten geben fast ausnahmslos ihre Teilnahme an JVI- Kursen als Grund für ihre Beförderung an.

Seit Gründung des JVI gibt es eine intensive und fruchtbare Zusammenarbeit mit den österreichischen Trägerorganisationen.
Das Finanzministerium und die OeNB stellen die Räumlichkeiten
und Ausstattung zur Verfügung, organisieren Lehr- und Freizeitveranstaltungen und leisten einen wesentlichen
inhaltlichen Beitrag zum Ausbildungsprogramm. Die OeNB
veranstaltet vier Seminare im Jahr, weitere zwei werden
gemeinsam mit dem Finanzministerium abgehalten. Außerdem
steuert Österreich ein einwöchiges Segment zum 14 Wochen
dauernden umfassenden Kurs bei, der mit einer
wirtschaftspolitischen Rundreise durch Österreich abschließt.
Der finanzielle Beitrag der österreichischen
Trägerorganisationen beträgt rund 1 Mio US-Dollar jährlich.

Im Vorjahr ist das Mandat des JVI um weitere fünf Jahre bis
2004 verlängert worden. Angesichts der Ergebnisse einer Studie
im Auftrag des IWF, wonach der Ausbildungsbedarf Mittel- und Osteuropas bei etwa 3 500 Personen pro Jahr liegt, ist eine Weiterführung des JVI auch nach 2004 sinnvoll und
gerechtfertigt. Österreich wird daher das JVI weiter
unterstützen und sich für einen schnellen Beschluß über die langfristige Investitionsstrategie und über das langfristige Ausbildungsprogramm des JVI einsetzen.

Englisch Version:

The Success and Future of the JVI
In light of the proven success of the Joint Vienna Institute
(JVI), Austria is committed to and supports the continuation
of this international training center beyond 2004

The JVI is an institution offering training in the form of
seminars and special courses tailored especially to the needs
of officials from transition countries. Five international organizations - the Bank for International Settlements (BIS),
the European Bank for Reconstruction and Development (EBRD),
the International Bank for Reconstruction and Development
(IBRD), the International Monetary Fund (IMF), the Organisation
for Economic Co-operation and Development (OECD) - founded the
JVI in 1992 together with the Austrian Ministry of Finance and
the Oesterreichische Nationalbank (OeNB). The World Trade Organization joined in 1999 as the sixth sponsoring
organization.

  • The JVI has filled a niche in training by providing hands-on, policy-oriented training no other organization offers. The lecturers are practitioners from the sponsoring international organizations and from the Austrian authorities, and make available first-hand experience with policymaking and economic and financial policy implementation.
  • By mid-2000, more than 12,000 participants had attended JVI training courses; they have benefited from the opportunity to network with their counterparts in economies like their own.
  • Studies show that 80% of all JVI course participants are promoted within a year of returning home; virtually all respondents attribute their promotions to the JVI training.

An intensive, fruitful cooperation between the JVI and the
Austrian authorities has been developing since the foundation
of the Institute. The Austrian Ministry of Finance and the OeNB provide the premises and equipment of the JVI, organize social events and classes for the participants and, last but not
least, substantially contribute to the academic program of the
JVI. The OeNB teaches four seminars a year; two seminars are
jointly held by the Ministry of Finance and the OeNB. Moreover,
the Austrian authorities contribute a one-week Austrian segment
to the Applied Economic Policy course (a 14-week comprehensive course), including a 3-day Austrian study tour outside Vienna.
The contribution of the Austrian authorities comes to an annual average of USD 1.0 million.

Last year, the JVI's mandate was extended by an additional
five years until 2004. Based on the results of a study
commissioned by the IMF, which showed that the demand for
training for officials from Central and Eastern Europe is about 3,500 persons a year, the continuation of the JVI after 2004 is
well justified. Therefore, the Austrian authorities are clearly committed to supporting the JVI after 2004 and will strive to
obtain an early decision about the longer-term JVI investment strategy and training program.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Sekretariat des Direktoriums /
Öffentlichkeitsarbeit
Tel.Nr.: (1) 404 20 DW 6666
http://www.oenb.at.00 9:07 SPORT/Radsport: Longo verbess

Oesterreichische Nationalbank

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | ONB/ONB