GPA: Richtigstellung zur Aussendung der Wirtschaftskammer

Schillingmäßige Überzahlung ist einmaliges Verhandlungsergebnis

Wien (GPA/ÖGB). Die heute in einer Presseaussendung der Bundeswirtschaftskammer aufgestellte Behauptung, wonach die im aktuell ausverhandelten Kollektivvertrag für die Nahrungs- und Genussmittelindustrie vereinbarte schillingmäßige Überzahlung der IST-Gehälter das Ende der prozentuellen Erhöhungen bedeute, wird von der Gewerkschaft der Privatangestellten auf das Schärfste zurückgewiesen. Richtigerweise handelt es sich bei der festgelegten Überzahlung um ein Augenblicksergebnis, das für kommende Verhandlungen von keinerlei Bedeutung sein kann.++++

Die vereinbarte schillingmäßige Überzahlung der IST-Gehälter kommt de facto einer durchschnittlichen Anhebung in der Höhe von 2,3% gleich. Dieses Ergebnis gilt aber ausschließlich für die diesjährige Verhandlungsrunde, dass diese Regelung künftig die prozentuelle Erhöhung ersetzen soll wird ausgeschlossen.

Die Bundeswirtschaftskammer betreibt durch die in ihrer Presseaussendung enthaltene Falsch-Interpretation der Verhandlungsergebnisse bewusst Desinformation. Dadurch unterstreicht die Arbeitgeberseite einmal mehr ihr Verhalten, das bereits bestimmend für das Klima während der Verhandlungen war. (hk)

ÖGB, 3. November 2000
Nr. 918

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