Brauner zum "Aus" für Mifegyne: Zurück in die Vergangenheit

Immer deutlicher die Handschrift rechtskonservativer, fortschrittsfeindlicher Politik erkennbar

Wien (OTS) Zur Entscheidung der entsprechenden Vertreiberfirma, Mifegyne vom österreichischen "Markt" abzuziehen, äußerte sich Freitag Wiens SPÖ-Frauenvorsitzende, Frauenstadträtin Renate Brauner:
"Ich bedauere diese Entscheidung zutiefst. Zeigt sie doch einmal mehr, dass das gesellschaftliche und das politische Klima in unserem Land immer deutlicher die Handschrift rechtskonservativer, fortschrittsfeindlicher Politik trägt. Als Frau bin ich zudem entsetzt, dass ein Politiker, der sich Gesundheitsstaatssekretär nennt, ein Medikament, das Frauen die schwierige Situation bei einem Schwangerschaftsabbruch zumindest medizinisch erleichtert, verhindert."****

Die Argumentation des Gesundheitsstaatssekretärs, dass medizinische Argumente gegen die Zulassung von Mifegyne bei niedergelassenen Fachärzten sprechen und der "Betreuungsaufwand" zu hoch sei, weist Brauner von der Hand: "Jedes Medikament mit starker Auswirkung auf die PatientInnen braucht die Begleitung und Beobachtung durch den behandelnden Arzt, das müsste Herr Dr. Waneck eigentlich wissen." Wie die Wiener Frauenpolitikerin betonte, beabsichtige die rechtskonservative Regierung offensichtlich "Frauen, die sich gegen ein Kind entscheiden, zu bestrafen. Wenn es schon nicht rechtlich geht, dann soll es zumindest eine physische Belastung geben." "Neugierig" zeigte sich Brauner abschließend bezüglich der Reaktion von Frauenministerin Herbert Haupt, die/der "nun eine gute Gelegenheit hätte, für uns Frauen Position zu beziehen". **** (Schluss) sk/sl

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