Stadler: Offener Brief an "Presse"-Redakteur Witzmann

Wien, 2000-11-03 (fpd) - Der freiheitliche niederösterreichische Landesrat Mag. Ewald Stadler richtete heute einen offenen Brief an den "Presse"-Redakteur Erich Witzmann, den wir im Wortlaut veröffentlichen. ****

O f f e n e r B r i e f

Sehr geehrter Herr Witzmann!

In der heutigen Ausgabe der Presse wird auf Seite 3 in Ihrem Artikel unter dem Titel "Spitzelaffäre und Aktengeschäfte Sittenbild eines Ministeriums", unter dem Subtitel "Aktenvermerk ging zur FPÖ" die falsche Behauptung aufgestellt, daß den Akt über die ERNK mit dem Vermerk des Generaldirektors Sika "umgehend ... die FPÖ" in Händen gehalten hätte.

Eine ähnliche falsche Behauptung ist bereits am 27.10.2000 im Standard erschienen.

Hiezu halte ich folgendes fest:

Der Aktenvermerk des GD Sika vom 21.04.1995 (!) war offensichtlich so geheim, daß dieser Aktenvermerk in einer Pressekonferenz vom 14.12.1995 vom damaligen Sicherheitssprecher der Regierungspartei ÖVP in einer Pressekonferenz präsentiert wurde und an Journalisten zur Verteilung gelangte. Der Klubobmann der FPÖ hat diesen Aktenvermerk, so wie alle Journalisten auch, nach dieser Pressekonferenz über Medienvertreter erhalten und im April 1996 in einer Parlamentsdebatte verwendet. Die Vorwürfe gegen die FPÖ gehen daher völlig ins Leere.

Besonders kurios ist allerdings der Umstand, daß sich der einschlägige Akt auf Bewachungsmaßnahmen für meine Frau und meine Kinder bezog und ich hievon erst nach der Pressekonferenz des Sicherheitssprechers der ÖVP, Abgeordneten Kiss, Kenntnis erlangte.

Ich ersuche daher falsche Darstellungen, wie sie in Ihrer heutigen Ausgabe der Presse (und zuvor schon im rosafarbenen Konkurrenzorgan) getätigt wurden, hinkünftig zu unterlassen.

Gez. LR Mag Ewald Stadler

(Schluß)

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