Hill: Arbeitsmediziner nicht für Psycho-Pfusch mißbrauchen!

Reaktion von Dr. Hill / Hill International zur OTS0076 vom 31.10.00 (AK Tumpel: Sparen beim Arbeitnehmerschutz ..)

Wien (OTS) - In einer Presseaussendung weist der Leiter der Abtlg. Sozialpolitik der Wirtschaftskammer, Martin Gleitsmann, die Vorwürfe von ÖGB und AK zurück, wonach die Arbeitsgeber den Arbeitnehmerschutz demontieren wollen. Er behauptet unter anderem, daß die bereits eingesetzten Arbeitsmediziner auch für psychologische Beurteilungen qualifiziert seien.

Als Wirtschaftspsychologe mit jahrzehntelanger Erfahrung in Coaching-Gesprächen und in meiner Funktion als Sektionsleiter der Arbeits-, Wirtschafts- und Organisationspsychologen im Bundesverband Österr. PsychologInnen weise ich diese Behauptung entschieden zurück. Ärzte sind weder qualifiziert und berechtigt, psychologische Dienstleistungen in Betrieben anzubieten oder gar durchzuführen. Selbst wenn ein Arzt über persönliche Qualitäten im Umgang mit Menschen verfügt, ist er noch lange nicht in der Lage, Menschen in schwierigen beruflichen Situationen zu beraten. Selbst Psychiater, die aber in der Arbeitsmedizin eingesetzt werden, können nicht den Beruf des Arbeitspsychologen substituieren, weil ihnen schlicht und einfach die mehr als umfangreichen Fachkenntnisse fehlen.

Daher ist der Wirtschaft zu raten, psychologische Fachleute für psychologische Aufgabenstellungen, etwa Streßbekämpfung, Coaching, Mediation, Moderation, Workshops, Gruppensitzungen einzusetzen.

Der allseits bekannten Tatsache, daß etwa 30% der Arbeitszeit für Intrigen verschwendet werden, schädigt Arbeitgeber wie -nehmer simultan. Nur minimale Investitionen in die Kommunikationskultur liefern daher ein Vielfaches an Effizienzsteigerung im Betrieb und macht das Arbeitsklima erträglicher bis luxuriös.

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